Nach einem soliden Saisonstart ist Ferrari plötzlich wieder in überragender Form. Lewis Hamilton brach die Dominanz der Mercedes-Fahrer und sorgte für den ersten Saisonsieg der Scuderia.
Für Charles Leclerc brechen plötzlich schwere Zeiten an. Denn die Stimmung innerhalb des Teams könnte zugunsten des Briten umschlagen.
Charles Leclerc ist hinter Lewis Hamilton zurückgefallen. © Patching / XPB ImagesLeclerc vor großer Aufgabe?
Claire Williams, die bis September 2020 stellvertretende Teamchefin beim gleichnamigen Team war, sprach im High Performance Racing Podcast über das besondere Ferrari-Duell und verdeutlichte, was am Ende entscheiden wird.
„Am Ende wird es wohl eine Frage der Persönlichkeit sein. Ähnlich wie bei Lewis gegen Nico Rosberg. Lewis hat ihn komplett deklassiert, und wir alle wissen, was Nico mental durchmachen musste, um seine Weltmeisterschaft zu gewinnen.“
Für Williams sei nicht klar, ob Leclerc die „nötige Reife“ habe. Die habe Lewis Hamilton in seiner Karriere gesammelt. Die erfolgreichen Jahre könnten dem Briten helfen, „diesen Kampf zu gewinnen.“
Während es bei Hamilton zurzeit besser nicht laufen könnte, fiel Leclerc in Barcelona im zweiten Rennen in Folge aus. Die Mischung aus eigenen Fehlern und viel Pech sorgt dafür, dass der Monegasse zurzeit im Hintertreffen ist.
Claire Williams musste mit Anfeindungen klarkommen. © Bearne / XPB ImagesWilliams packt über harte Zeit aus
Auch für Claire Williams gab es Zeiten in der Formel 1, die alles andere als leicht waren. Vor allem online bekam die Tochter vom Rennstall-Gründer Frank Williams unverhältnismäßige Kritik ab. Nun hatte die Britin einen gut gemeinten Rat an die „Hater“.
„Wenn du das sagen willst, dann sei mutig genug, mir das ins Gesicht zu sagen. Versteck dich nicht hinter einer Tastatur und sei nicht unhöflich gegenüber anderen, denn was hast du schon in deinem Leben erreicht? Ich finde das einfach nur Blödsinn.“
Die Kommentarschreiber wüssten meistens nicht, „was hinter den Kulissen vor sich geht“, und können deshalb bestimmte Situationen nicht richtig einschätzen. Man mache sich selbst mehr Vorwürfe als die Kritiker, so Williams. Sie machte klar, dass „nur etwa 10 Prozent“ von dem, was im Team vorgefallen sei, an die Öffentlichkeit gekommen seien.
„Ich habe mich noch nie wirklich öffentlich dazu geäußert und darüber gesprochen, wie schwer es war. Das ist doch eine private Angelegenheit, oder? Und ich habe nicht vor, meine schmutzige Wäsche in der Öffentlichkeit zu waschen. Niemand muss davon erfahren.“
Williams hat den Formel-1-Kosmos zumindest öffentlich verlassen. Währenddessen muss sich Charles Leclerc weiter dem harten Kampf stellen. Kann er sich gegen Lewis Hamilton durchsetzen – oder wird er dem Druck nicht standhalten?




































