2025 gewann er seinen ersten Weltmeistertitel. Obwohl es mit der Verteidigung des Titels in diesem Jahr eher schlecht aussieht, reflektiert Lando Norris positiv die erste Saisonhälfte.
Norris gewann den Sprint in Miami | © Moy / XPB ImagesIn einer Zwischensaison-Fragerunde von McLaren blickte der Brite auf den Start der Saison zurück. Er erkannte die harte Arbeit des Teams an, inwiefern sein WM-Titel seine Art des Rennfahrens veränderte und wie die zweite Hälfte der Saison aussehen wird.
Norris: Besserer Fahrer als letztes Jahr
„Was mein Fahren und meine eigene Leistung als Fahrer angeht, bin ich ehrlich gesagt sehr zufrieden“, sagte Norris. Beim letzten Rennen konnte er Pole Position und Sieg einfahren. „Ich habe das Gefühl, dass es mir gut gelingt, das Potenzial des Autos voll auszuschöpfen.“
Der amtierende Weltmeister verglich die erste Hälfte des Jahres mit der von 2025. Dabei kam er zum Entschluss, dieses Jahr bessere Leistungen erbracht zu haben als im letzten.
Ich habe das Gefühl, in dieser Saisonhälfte – bis zu einem gewissen Grad – besser gefahren zu sein als im letzten Jahr bis zu diesem Zeitpunkt.
Zwischenfazit zum Team
Norris zog ebenfalls ein Fazit zur aktuellen Leistung des MCL40: „Natürlich möchte ich ein besseres Auto – eines, das mir mehr Chancen und bessere Ergebnisse für die fahrerische Leistung bietet, die ich meiner Meinung nach abrufe. Aber so ist die Formel 1 nun einmal.“ In 2024 und 2025 gewann McLaren den Konstrukteurstitel, doch auf diesem Niveau sind sie aktuell nicht mehr. Das merkte auch der amtierende Weltmeister an.
Als Team und mit dem Auto sind wir sicherlich nicht ganz auf dem Niveau, das wir erreichen wollen oder auf dem wir letzte Saison waren.
„Wir haben immer noch einige gute Ergebnisse erzielt, aber wir wissen auch, dass wir nicht dort sind, wo wir sein sollten“, machte Norris deutlich. „Wir sind damit nicht zufrieden, wir waren von unserer eigenen Leistung enttäuscht, aber wir arbeiten hart daran, uns zu verbessern.“
Trotz Kritik fand er aber auch Lob für sein Team. „Wir fangen an, die Vorteile dieser harten Arbeit zu erkennen – unser Sieg in Ungarn war das Ergebnis starker Verbesserungen am Auto –, aber wir müssen weiter Druck machen und uns weiterentwickeln, wenn wir weiterhin um Siege kämpfen wollen.“ Die Richtung, die McLaren gehen will und muss scheint damit klar zu sein.
McLaren feierte den Sieg in Ungarn zusammen | © Moy / XPB ImagesSo geht es weiter
Man solle sich nicht verrennen wegen des Sieges in Ungarn, meinte Norris. Jedoch sieht das Team „viel Potential“ im Auto, das für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte sorgen soll.
Aktuell ist der Brite auf Platz 5 der Fahrerwertung mit 128 Punkten. McLaren auf Platz 3 der Teamwertung mit 220 Punkten. Verglichen mit der Fahrerwertung zur Sommerpause im letzten Jahr sieht McLaren da natürlich deutlich schwächer aus.
„Eine Sache, die ich mit Sicherheit gelernt habe, ist, keine Erwartungen an die Zukunft zu haben und nur in der Gegenwart zu arbeiten“, fügte Norris hinzu. „Ich denke, das ist die Art und Weise, wie wir als Team alles gemacht haben. Deshalb waren wir in Ungarn wieder an der Spitze: Wir haben als Einzelner und auch als Team hart an uns selbst gearbeitet.“
Insgesamt glaubt Norris an sein Team, weiß aber auch, dass noch Arbeit ansteht. „Natürlich bin ich optimistisch für die Zukunft und denke, dass wir noch mehr Rennen gewinnen können, aber wir haben eine gute Konkurrenz und es gibt immer noch viele Rennen, bei denen ich nicht zuversichtlich bin, weil das Auto in bestimmten Bereichen nicht dem Standard entspricht, den es haben muss.“
Aber ich habe Vertrauen in das Team. Ich war zuversichtlich, dass wir ein Rennen gewinnen könnten, und es kam etwas früher, als ich dachte. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns in den Bereichen verbessern können, die zu diesem Zeitpunkt nicht gut genug sind.

































