Aston Martin schafft Klarheit für 2027 und verlängert mit Fernando Alonso und Lance Stroll. Lando Norris entschuldigt sich nach seiner scharfen Baku-Kritik bei Franco Colapinto, während Ferrari versucht, die Gerüchte um Christian Horner und Fred Vasseur einzufangen. Dazu plant Pirelli wieder mehr Reifenabbau – und bei Haas soll die Entscheidung gegen Esteban Ocon und für Rafael Câmara gefallen sein. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Dienstag.
Kurz vor dem kommenden Rennwochenende in Malaysia fallen in der Formel 1 gleich mehrere wichtige Zukunftsentscheidungen. Aston Martin setzt trotz der schwierigen Saison weiter auf Erfahrung, Ferrari kämpft gegen neue Unruhe rund um seine Teamführung und auch der Fahrermarkt nimmt immer klarere Formen an. Gleichzeitig rudert Lando Norris nach seinem emotionalen Ausbruch von Baku zurück.
Alonso und Stroll bleiben bei Aston Martin
Aston Martin hat seine Fahrerpaarung für 2027 offiziell bestätigt. Fernando Alonso und Lance Stroll bleiben auch über die laufende Saison hinaus beim Team. Beide Fahrer haben ihre langfristigen Verträge verlängert.
Damit ist insbesondere Alonsos Zukunft geklärt. Der zweimalige Weltmeister hatte zuletzt immer wieder offen gelassen, ob er seine Formel-1-Karriere fortsetzt oder möglicherweise in eine andere Rolle innerhalb der Aston-Martin-Gruppe beziehungsweise in ein anderes Rennprogramm wechselt.
Nun steht fest: Der 45-Jährige bleibt im Cockpit. Alonso erklärte, Racing sei weiterhin sein Leben und seine Leidenschaft. Er glaube an das langfristige Projekt von Aston Martin und wolle weiter dabei helfen, den Rennstall nach vorne zu bringen.
Auch Lance Stroll bleibt Bestandteil des Projekts. Für Aston Martin bedeutet die Verlängerung vor allem Planungssicherheit: Statt einer zusätzlichen Fahrerbaustelle setzt das Team für die kommende Entwicklungsphase auf das bekannte Duo und dessen Erfahrung.
Sportlich bleibt der Druck dennoch groß. Die Saison 2026 verlief bislang klar unter den Erwartungen, hinzu kommen die Diskussionen über die Leistungsfähigkeit des neuen Honda-Antriebs. Umso deutlicher ist das Signal: Aston Martin setzt beim geplanten Neustart 2027 weiter auf Alonso und Stroll.
©IMAGO / HochZweiNorris entschuldigt sich bei Colapinto
Nach dem heftigen Streit von Baku hat Lando Norris seine Aussagen über Franco Colapinto zurückgenommen.
Der McLaren-Pilot hatte nach dem Restart-Unfall eine harte Bestrafung gefordert und sogar erklärt, manche Fahrer hätten in der Formel 1 nichts verloren. Colapinto hatte sich in Kurve eins verbremst, Pierre Gasly getroffen und diesen anschließend in Norris geschoben. Für alle drei war das Rennen beendet.
Am Montag meldete sich Norris über Instagram zu Wort und räumte ein, mit seinen Aussagen zu weit gegangen zu sein. Er habe Colapinto bereits persönlich geschrieben und sich entschuldigt. Die Emotionen nach dem Rennen seien hochgekocht, aber das sei keine Rechtfertigung gewesen.
Norris betonte zugleich, dass auch er selbst in seiner Karriere Fehler gemacht habe und Fehler grundsätzlich zum Motorsport gehörten. Das Verhältnis zwischen beiden Fahrern sei weiterhin gut.
Damit bestätigte sich letztlich auch die Einschätzung von Marc Surer aus der RACE CONTROL-Sendung am Sonntag: Direkt nach einem zerstörten Rennen seien solche Aussagen häufig emotional – einige Tage später werde die Situation meist deutlich nüchterner bewertet.
©IMAGO / HochZweiFerrari dementiert Horner-Gerüchte – Vasseur bleibt gestützt
Bei Ferrari reißen die Spekulationen um Fred Vasseur und Christian Horner trotzdem nicht ab.
Horner hatte Ferrari zuletzt als „schlafenden Riesen“ bezeichnet und deutlich gemacht, dass die Scuderia das einzige Team sei, bei dem er sich eine Rolle vorstellen könne, ohne selbst Eigentümer zu sein. Damit befeuerte der frühere Red-Bull-Teamchef die Gerüchte um einen möglichen Wechsel nach Maranello erneut.
Nach Informationen von The Race laufen derzeit allerdings keine Verhandlungen zwischen Horner und Ferrari. Ein Wechsel gilt aktuell als sehr unwahrscheinlich – auch weil Horner bei Red Bull eine Machtfülle besaß, die in der aktuellen Ferrari-Struktur kaum vorgesehen wäre.
Auch mehrere ehemalige Fahrer und Teamverantwortliche sprechen sich gegen einen erneuten großen Umbruch aus. Timo Glock hält einen Vasseur-Wechsel strategisch für falsch, während Ralf Schumacher Horners öffentliches Werben um Ferrari scharf kritisierte.
Ferrari selbst stellt inzwischen klar, dass das Vertrauen in Vasseur weiterhin bestehe. Damit dementiert Maranello zumindest offiziell einen unmittelbar bevorstehenden Abschied des Franzosen oder einen Einstieg Horners.
Ruhe dürfte damit trotzdem kaum einkehren. Andere italienische Berichte sprechen weiterhin über eine mögliche Trennung am Saisonende. Solange Ferrari sportlich hinter den Erwartungen zurückbleibt, werden die Spekulationen um die Teamführung wohl weitergehen.
©XPB ImagesPirelli will wieder mehr Reifenabbau
Auch technisch zeichnet sich für 2027 eine Veränderung ab. Pirelli entwickelt Reifen, die wieder stärker abbauen sollen.
Hintergrund sind die vielen Einstopp-Rennen der laufenden Saison. Nach Angaben von The Race waren neun der bisherigen 15 Grands Prix für einen Großteil des Feldes Einstopp-Rennen – auch die jeweiligen Sieger kamen dabei meist mit nur einem Reifenwechsel aus.
Für 2027 soll sich das ändern. Pirelli kann die nächste Reifengeneration erstmals mit aktuellen Autos und den neuen Antrieben testen und erhält dadurch deutlich realistischere Daten als bei der Entwicklung der 2026er-Pneus.
Bei einem Test in Imola absolvierten Ferrari und die Racing Bulls bereits rund 400 Runden. Das Ziel ist klar: mehr thermischer Abbau und damit größere strategische Unterschiede zwischen Einstopp-, Zweistopp- oder sogar aggressiveren Varianten.
Die Formel 1 hofft damit wieder auf mehr Bewegung bei der Strategie – gerade auch auf Strecken, auf denen Überholen schwierig ist.
©XPB ImagesHaas soll Câmara wählen – Ocon vor WEC-Wechsel
Auf dem Fahrermarkt soll derweil die nächste Entscheidung gefallen sein.
Nach Informationen von Formule1.nl hat sich Haas für Rafael Câmara entschieden. Der 21-jährige Ferrari-Junior soll 2027 das Cockpit von Esteban Ocon übernehmen und gemeinsam mit Oliver Bearman für das US-Team fahren.
Câmara hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben gearbeitet. Nach dem FRECA-Titel und der Formel-3-Meisterschaft führt er aktuell auch die Formel-2-Wertung an. Zuletzt testete er für Haas und soll dabei endgültig überzeugt haben.
Damit würde Haas künftig gleich zwei Ferrari-Junioren einsetzen. Teamchef Ayao Komatsu hatte mögliche Bedenken gegen diese Konstellation bereits zurückgewiesen und betont, für Haas zähle vor allem, die schnellsten verfügbaren Fahrer zu verpflichten.
Für Ocon würde die Entscheidung dagegen wohl das Ende seiner Formel-1-Karriere bedeuten. Der Franzose soll nach Saisonende in die WEC wechseln und dort für Toyota antreten.
Offiziell bestätigt ist weder der Haas-Wechsel von Câmara noch Ocons Zukunft bislang. Sollte der Bericht stimmen, wäre die Richtung aber klar: Haas setzt auf Jugend und Ferrari-Anbindung – Ocon würde nach fast 200 Grands Prix ein neues Kapitel im Langstreckensport beginnen.
Alle Hintergründe zu Alonsos Vertragsverlängerung, Norris’ Entschuldigung bei Colapinto, den Horner-Gerüchten bei Ferrari, den neuen Pirelli-Plänen und der möglichen Fahrerentscheidung bei Haas gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































