Während des Rennens in Zandvoort gab es bei Ferrari Stunk am Funk. Hamilton kritisierte das Team danach für die schlechte Kommunikation. Teamchef Fred Vasseur erklärte nun die Intentionen Ferraris.
Fred Vasseur: Das hatte alles seine Richtigkeit | © IMAGO / Jan HuebnerHamilton angefressen
Lewis Hamilton machte schon während des Rennens seinem Frust über Funk Luft. Er war schneller als Teamkollege Leclerc, doch vorbei ließ er ihn nicht. Das kostete den Briten wertvolle Sekunden, vermutlich sogar einen Platz auf dem Podium. Eine Runde später funkte dieser sarkastisch, nachdem Leclerc an die Box abbog: „Eine tolle Art, Zeit zu verschwenden, Leute. Gut gemacht.“
Später beschwerte er sich erneut beim Team. Seine Reifen ließen nach, er wurde von Norris und Antonelli überholt. „Benutzt ihr mich hier als Versuchskaninchen?“, fragte der siebenfache Weltmeister sichtlich frustriert nach.
Vasseur erklärt Ferraris Strategie
Der Ferrari-Teamchef hat eine klare Antwort zu all den Fragen über Ferraris Strategie. Es war Absicht, dass man Hamilton nicht über die Strategiepläne über Funk mitteilte.
Wir wollten ihm die Strategie zu diesem Zeitpunkt nicht mitteilen, da wir sie nicht vor der Konkurrenz offenlegen wollten.
„Wir wollten ihn bis zum Schluss auf der Strecke lassen [vor der späten VSC-Phase]. Ich glaube, das wäre die richtige Entscheidung gewesen“, sagte Vasseur nach dem Rennen.
Der Franzose scheint Hamiltons Ärger nicht allzu ernst zu nehmen. Er meint, dass beide Fahrer nach dem Rennen verstehen würden, wieso Ferrari so gehandelt habe.
Hamilton hing hinter Leclerc fest | © Price / XPB Images„Charles sollte eigentlich an die Box kommen. Wir haben dann den Stint um eine Runde verlängert, und es herrschte eine gewisse Verwirrung, aber ich mache mir deswegen keine Sorgen. Sie werden ein klares Bild vom Rennverlauf haben“, behauptete er selbstsicher.
Manchmal müssen wir die Strategie ändern oder uns anpassen, weil wir versuchen, von den anderen zu lernen – und für die Fahrer ist das etwas frustrierend.
Alles bloß ein Missverständnis
Vasseur spielte Hamiltons Ärger regelrecht herunter und tat die Kommunikation über Funk als Missverständnis ab. Mit Missverständnis meinte der Teamchef die Teamorder, die Hamilton gern gehabt hätte.
„Wir gingen eigentlich davon aus, dass die Reifen am Auto von Lewis halten, um bis zum Schluss durchzufahren. Wir wollten diese Strategie verfolgen, weil Antonelli mit dem Reifenverschleiß zu kämpfen hatte“, erklärte Vasseur.
Lewis hätte bis zum Schluss durchhalten können, und wir haben Charles nicht gebeten, den Platz an Hamilton zu geben, weil Leclerc ohnehin an die Box kommen musste.
Dennoch gab er zu, dass das Team die Situation hätte besser machen können. Trotzdem glaubt er nicht, dass ein Podium aufgrund dieser Entscheidung verloren ging. „Aber letztlich glaube ich nicht, dass uns aufgrund dieser Entscheidung verloren gegangen ist. Wahrscheinlich haben wir gestern im Qualifying mehr Fehler gemacht, denn heute war das Tempo genauso gut wie gestern im Sprint“, behauptete der 58-Jährige abschließend.






























