Nach seiner Startplatzstrafe auf den achten Platz, war Isack Hadjar lange auf Podiumskurs. Doch ein spätes Problem seiner Batterie machte dem Red Bull-Piloten einen Strich durch die Rechnung.
Eigentlich war Hadjar das ganze Wochenende über schnell | © Moy / XPB ImagesHadjar war zunächst auf Podiumskurs
Nach dem Bahrain GP in Malaysia war Isack Hadjar sichtlich frustriert. Am Tag zuvor qualifizierte er sich auf einem starken dritten Platz, wurde aber aufgrund neuer Teile am Motor um fünf Plätze strafversetzt. Mit einem guten Start war er bereits nach der sechsten Runde bis auf den vierten Platz vorfahren.
Doch dann verlor er plötzlich immer mehr an Grip, bis man ihm über Funk mitteilte, sein Kampf sei mit Lewis Hamilton – der mit deutlichem Abstand hinter Hadjar lag.„Irgendetwas stimmte nicht“, sagte Hadjar nach dem Rennen zu F1TV. „Denn ich kann unmöglich plötzlich eine Sekunde pro Runde langsamer sein – selbst im Vergleich zu Mercedes, gegen die wir das ganze Wochenende über schneller waren. Und jetzt im Rennen sind wir absolut chancenlos. Das Auto ließ sich furchtbar fahren.“
Zunächst war der Ferrari 15 Sekunden hinter dem Red Bull, doch innerhalb weniger Runden hatte Hamilton aufgeschlossen. Bis zur letzten Safety Car Phase konnte Hadjar Position vier halten, kurzzeitig war er sogar Dritter als Russell seinen Mercedes abstellte. Jedoch beim Neustart wendete sich das Blatt. Hadjar verlor plötzlich die Batterie und musste beide Ferrari vorbeiziehen lassen.
„Ausgerechnet auf den letzten Runden – ich weiß nicht, wie es dazu kam, dass uns die Batterie ausging“, sagte er deutlich frustriert.
Auf der Geraden konnte ich mich deshalb nicht gegen die Ferraris verteidigen, und so haben wir das Podium wegen einer so dummen Sache verloren.
Zunächst hatte er sich auf Platz 3 qualifiziert | © Batchelor / XPB ImagesBatterie- und Gripprobleme beim RB22
Ein Problem beim Motor sieht der Franzose nicht. Er glaubt außerdem, dass das Podium ohne die Batterieprobleme ziemlich sicher zu halten gewesen wäre. „Ich glaube, die Antriebseinheit war in Ordnung. Es lag nur an den ersten beiden Runden nach dem Neustart – ich weiß nicht, warum der Batteriestand so niedrig war. Danach hat es sich stabilisiert, und ich war wieder schnell. Andernfalls hätte ich den dritten Platz gehalten“, erklärte Hadjar.
Auch beim Grip machte der RB22 Hadjar Probleme: „Ich weiß auch nicht, einfach der Grip – selbst hinter dem Safety-Car hatte ich das Gefühl, keinen Grip zu haben, und mir war klar, dass der Restart für mich schwierig werden würde.“
Es fühlte sich an, als wäre ich die ganze Zeit auf denselben Reifen unterwegs gewesen – ich bin mit einer bestimmten Mischung gefahren –, das ist einfach ein Witz.
Während sich Teamkollege Max Verstappen über seinen ersten Saisonsieg freute, war Hadjar sichtlich angefressen. In Feierlaune war der Franzose nicht, gab er zu. „Es ist kein guter Tag für mich. Ich freue mich für die Jungs – aber ja, für mich ist es eine Katastrophe“, fasste er seinen Rennsonntag zusammen.































