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Barcelona bleibt im Formel-1-Kalender – aber im neuen Rotationsmodell

Barcelona bleibt – aber nicht mehr jedes Jahr. Die Formel 1 verlängert bis 2032, setzt künftig jedoch auf Rotation – während Madrid ab 2026 als zweiter Spanien-Grand-Prix in den Kalender rückt.

© IMAGO / HochZwei

Vertrag bis 2032 sichert Zukunft des Traditionskurses

Die Formel 1 hat den Vertrag mit dem Circuit de Barcelona-Catalunya über 2025 hinaus verlängert – das gab die Königsklasse am Montagnachmittag offiziell bekannt. Damit bleibt der traditionsreiche Kurs nahe Montmeló langfristig Teil der Weltmeisterschaft. Die neue Vereinbarung läuft bis mindestens 2032 – allerdings unter veränderten Rahmenbedingungen.

Auch der Belgien-GP wird nur noch im Rotationsprinzip ausgetragen | © IMAGO / NurPhoto

Nach 36 Jahren ununterbrochener Präsenz im Kalender endet die jährliche Austragung. Künftig wird Barcelona im Rotationsprinzip veranstalten. Bestätigt sind aktuell Rennen für 2028, 2030 und 2032 – im Wechsel mit dem Circuit de Spa-Francorchamps. Damit bleibt der Kurs fest verankert – jedoch nicht mehr in jeder Saison.

In einem offiziellen Statement erklärte die Formel 1: „Barcelona ist eine Strecke mit großer Geschichte und technischer Bedeutung für unseren Sport. Wir freuen uns, die Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen.“

Am 13. September wird der erste Grand-Prix auf dem Madring ausgetragen | © IMAGO / ZUMA Press Wire

Spanien bekommt ab 2026 zwei Rennen

Der neue Vertrag steht auch im Zusammenhang mit dem Einstieg Madrids in den Formel-1-Kalender. Ab 2026 wird der Große Preis von Spanien auf einem neu geschaffenen Stadtkurs in der Hauptstadt ausgetragen. Der Madrider Vertrag läuft bis 2035.

Damit wird Spanien künftig mit zwei unterschiedlichen Veranstaltungen vertreten sein: einem klassischen Permanentkurs in Barcelona und einem modernen Stadtrennen in Madrid.

Ein Sprecher des Madrid-Projekts erklärte dazu: „Unser Ziel ist es, die Formel 1 näher an die Stadt zu bringen und ein neues urbanes Erlebnis zu schaffen. Gleichzeitig bleibt Barcelona ein wichtiger Teil der spanischen Motorsport-Identität.“

Balance zwischen Tradition und Expansion

Die Rotation ist Teil einer größeren Kalenderstrategie. Die Formel 1 wächst weiter, neue Märkte drängen auf den Rennplan, und klassische Strecken müssen sich zunehmend gegen urbane Großevents behaupten.

Barcelona gilt unter Ingenieuren und Fahrern als technischer Maßstab. Die Kombination aus schnellen Kurven, mittelschnellen Richtungswechseln und anspruchsvoller Aerodynamik macht den Kurs seit Jahrzehnten zu einer Referenzstrecke.

Ein Teamchef aus dem Mittelfeld ordnete die Entscheidung so ein: „Barcelona ist für uns ein wichtiger Prüfstein. Auch wenn das Rennen künftig nicht mehr jedes Jahr stattfindet, bleibt es sportlich relevant.“

© IMAGO / ZUMA Press Wire

Was die Rotation konkret bedeutet

Für die Fans heißt das: Barcelona verschwindet nicht aus dem Kalender, sondern wird im Wechsel ausgetragen. Der Circuit bleibt damit langfristig gesichert, verliert aber seinen Status als jährlicher Fixpunkt.

Gleichzeitig unterstreicht die Doppelstrategie Spaniens wachsende Bedeutung im globalen Motorsport. Mit Madrid als neuem urbanen Schauplatz und Barcelona als traditionsreicher Rennstrecke verbindet die Formel 1 zwei Konzepte in einem Land.

Ob das Modell langfristig Schule macht, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Der Circuit de Barcelona-Catalunya bleibt ein Teil der Formel-1-Zukunft – nur eben nicht mehr in jedem Jahr.

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Timo Chris Heuberger
Timo Heuberger ist Gründer von CHAMP1, Journalist und Moderator. Er verantwortet die redaktionelle Ausrichtung von CHAMP1 NEWS und moderiert die täglichen CHAMP1 NEWS sowie weitere Live- und Talkformate. Seine Berichterstattung steht für klare Einordnung, journalistische Unabhängigkeit und fundierte Analyse der Formel 1 – mit Fokus auf Aktualität, Kontext und Relevanz. Mit seinem Hintergrund aus dem professionellen Fernseh- und Medienumfeld steht CHAMP1 für Berichterstattung auf TV-Niveau – journalistisch unabhängig, klar eingeordnet und nah am Geschehen. Heuberger verbindet aktuelle Nachrichten mit Kontext, Analyse und Haltung und setzt bewusst auf Qualität statt Schnellschuss. Als Moderator und Journalist führt er Gespräche mit Fahrerinnen und Fahrern, Teamverantwortlichen sowie Entscheidern aus dem Motorsport – direkt, kritisch und auf Augenhöhe.
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März, 2026

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