Der Große Preis von Monaco entwickelte sich am Sonntag zu einem regelrechten Strafenchaos. Vor allem die Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse sorgte für zahlreiche lange Gesichter.
Das Rennen von Sergio Pérez ging dabei fast ein bisschen unter. Der Mexikaner bekam eine Durchfahrtsstrafe, weil er sich in die Startbox von Gabriel Bortoleto, der aus der Boxengasse startete, gestellt hatte. Beim Restart nach der Rennunterbrechung stand er zu allem Überfluss auch noch vor seiner Startbox und bekam eine 10-Sekunden-Strafe.
Perez bekam im Rennen unter anderem eine Durchfahrtstsrafe. © IMAGO / IPA SportWittich hat kein Verständnis für Perez-Fehler
Auch in Race Control, der Champ-1-Analyseshow zum Rennwochenende, wurde über die Perez-Fehler, die ihm einen zehnten Platz und damit einen WM-Punkt kosteten, gesprochen.
Ex-Rennleiter Niels Wittich konnte bei den Perez-Szenen nur mit dem Kopf schütteln.
„Da habe ich ehrlich gesagt keine Worte dafür. Das muss er als Fahrer auf seine eigene Kappe nehmen. Das ist leider ein sehr, sehr dämlicher Fehler gewesen. Ich meine, Bortoletto ist ja aus der Box gestartet, weil er die Probleme hatte beim Rausfahren.“
Perez hatte sich anstatt auf Startplatz 18 daraufhin auf Startplatz 16 gestellt. Für Wittich sei das „noch mehr als ein Frühstart“. Deshalb sei die Strafe auch „sehr verdient“. Beim Restart sei er dann in der Startaufstellung „zwei Meter“ über die Startbox gefahren.
„Also der Checo ist jetzt auch nicht seinen ersten Grand Prix gefahren. Und ja, es ist ein neues Auto, neues Team. Aber das sind ja Kleinigkeiten.“
Perez habe Glück gehabt, dass er nur eine 10-Sekunden-Strafe bekommen habe. Da die Startboxen in der Vergangenheit von 1,90 Meter oder 1,95 Meter auf 2,4 Meter vergrößert worden seien, müsse man „es drauf anlegen“, einen Fehlstart hinzulegen.
Sergio Perez performt deutlich besser als sein Teamkollege Valtteri Bottas. © IMAGO / Jay HiranoSurer nimmt Perez nur teilweise in Schutz
Auch für Kommentatorenlegende Marc Surer seien die Aktionen von Perez „einfach unverständlich“ gewesen, wenngleich er den Mexikaner für die erste Szene teilweise in Schutz nahm.
„Okay, vor dir wird ein Platz frei, das Auto wird weggeschoben. Vielleicht hat er das auf der Aufwärmrunde vergessen. Kann passieren, weil man so viele Knöpfe drücken muss. Und dann ist er halt einfach hinter das vordere Auto gefahren. Das könnte man noch entschuldigen.“
Doch beim Restart sei er einfach über die Markierung gefahren. Das sei dumm gewesen und „das macht man nicht“. So etwas dürfe nicht passieren.
Für Perez selbst war vor allem die zweite Strafe ärgerlich, da er damit, wie schon erwähnt, den ersten WM-Punkt von Cadillac wegwarf und gleichzeitig Aston Martin und Fernando Alonso den ersten Zähler schenkte. In Zukunft wird der erfahrene Pilot wohl mehrmals schauen, ob er beim Start richtig steht.




































