So wirklich jubeln kann keiner, der Cadillac in diesem Jahr die Daumen drückt. Immer wieder machten dem Team Probleme mit dem Auto zu schaffen und sorgten für zahlreiche DNFs in dieser Saison.
Auch die Pace ist noch lange nicht konkurrenzfähig. Nach dem großen Update von Aston Martin scheint man nun am Ende des Feldes zu liegen.
Cadillac hatte auch in Ungarn Probleme. © Rew / XPB ImagesCadillac will erst einmal in der Formel 1 ankommen
Teamchef Graeme Lowdon beeindruckte bereits in den vergangenen Wochen und Monaten mit seiner Gelassenheit bezüglich der Situation von Cadillac. Auch in einem exklusiven Interview mit racingnews365 machte der Brite klar, dass sich daran nichts geändert habe.
Er schwärmte sogar von der Rennserie und der „großen Herausforderung“, die das Team im ersten halben Jahr in der Formel 1 gehabt habe.
„Es ist eine riesige Aufgabe, ein neues Team in die F1 zu bringen. Ich habe das schon viele Male gesagt: F1 ist das weltweit größte Teamspiel. Was es wirklich einzigartig macht, ist die Tatsache, dass alle Teams genau gleichzeitig auf dem Spielfeld sind, also werden Sie an den allerbesten der Welt gemessen.“
Er schwärmte von den „erfahrenen Teams“ und dem unglaublich hohen Wettbewerbslevel. In Ungarn habe man „nur ein paar Zehntel hinter Williams” gelegen „und die machen das schon seit sehr langer Zeit.“
Graeme Lowdon ist stolz auf sein Team. © Patching / XPB ImagesLowdon bestärkt das eigene Team
Lowdon scheint also zufrieden zu sein mit dem Weg, den der Rennstall in den vergangenen Monaten gegangen ist. Gleichzeitig ist aber auch noch ordentlich Handlungsbedarf vorhanden.
„Wir wissen, dass wir uns in verschiedenen Bereichen verbessern wollen, sei es am Auto, in der Art, wie es funktioniert, wie wir unsere Systeme betreiben und alles andere. Aber wir müssen irgendwo anfangen. Jeder im Team hat eine außergewöhnliche Arbeit geleistet, um dort zu sein, wo er ist.“
Laut Lowdon sei jeder Mitarbeiter stolz, „den Cadillac-Namen zu tragen“. Nun wolle man gemeinsam das Team voranbringen. Die Ambitionen sind groß. Das Team will irgendwann zur absoluten Speerspitze der Formel 1 gehören.
Der Teamchef habe schon oft gesagt, „dass wir mutige Ambitionen für das Team haben, das soll nicht arrogant wirken, sondern zeigen, dass wir etwas Neues in die F1 bringen wollen“.
„Aber wir haben auch einen sehr gesunden Respekt vor der Herausforderung, die vor uns liegt, und wir wissen, dass es Zeit braucht. Man kann keine Kanone aus einem Kanu abfeuern, man muss Fundamente bauen. Man muss starke Fundamente aufbauen, und genau das machen wir im Moment.“
Cadillac hat noch einen weiten Weg, um in der Formel 1 wirklich für Furore sorgen zu können. Doch das Fundament ist im Vergleich zu anderen Teams, die in der Vergangenheit neu in die Königsklasse des Motorsports gekommen sind, ordentlich. Nun müssen die nächsten Schritte funktionieren.
































