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Leclerc vorn – Aston Martin am Tiefpunkt

Bei Ferrari läuft es jetzt! Bei Aston Martin dafür umso weniger. Cadillac ist wieder spät dran. Ocon lässt die Leute stauen. Mehr dazu und alles Wichtige zum letzten Testmorgen in Bahrain.

©IMAGO / Italy Photo Press

Der letzte Testmorgen am Bahrain International Circuit liegt hinter uns und die heutigen Ereignisse ähneln denen der letzten Tage. Charles Leclerc setzt erneut die schnellste Zeit. Kimi Antonelli liegt im Mercedes direkt dahinter. Für Aston Martin ist der Tag schon gelaufen, bevor er überhaupt angefangen hat.

Ferrari präsentiert sich am letzten Tag in guter Form

Nachdem der Tag für Ferrari durchaus durchwachsen war, läuft es heute schon besser. Charles Leclerc fuhr direkt am frühen Morgen Top-Zeiten und baute kontinuierlich darauf auf, bis seine Rundenzeiten mit 1:33.689 ihren Höhepunkt erreichten. Damit lag er noch immer über zwei Zehntel vor dem Zweitschnellsten, Kimi Antonelli im Mercedes.

Ein guter Morgen für Charles Leclerc. | ©IMAGO / PsnewZ

Auch über die Anzahl der gefahrenen Runden kann sich das Team freuen: mit 80 gefahrenen Runden gehört Charles Leclerc neben Esteban Ocon zu den einzigen Fahrern im Feld, die am Morgen die 80-Runden-Marke knackten.

Holpriger Morgen für Mercedes

Der Morgen begann für Kimi Antonelli eigentlich gut. Er fuhr schnelle Runden und konnte zwischenzeitlich auch einmal die Bestzeit setzen, bevor Charles Leclerc eine schnellere Runde fuhr. Doch nach knapp zwei Stunden folgte der Ärger: Antonelli rollt neben der Strecke aus und löst damit die rote Flagge aus. Der Wagen muss entfernt werden, bevor die Session wieder freigegeben werden kann.

Daraufhin blieb es bei Mercedes erst mal ruhig. Kurz vor Schluss der Session kam die Nachricht von Mercedes: Der Motor muss ausgetauscht werden und folglich wird Kimi Antonelli am Morgen nicht mehr auf der Strecke zu sehen sein. Da ein Motorwechsel mehrere Stunden in Anspruch nimmt, ist davon auszugehen, dass George Russell am Nachmittag nicht sofort auf die Strecke kommen wird.

Das Elend hört nicht auf – bei Aston Martin läuft einfach nichts

Hätte jemand vor den Tests gesagt, dass Aston Martin so schlecht abschneidet, hätten das vermutlich die wenigsten geglaubt. Aber genau so ist es gekommen. Nachdem diese Testwoche ohnehin schon miserabel verlief, dürfte das Team heute den absoluten Tiefpunkt erreicht haben. Nach knapp einer Stunde war Lance Stroll noch immer nicht auf der Strecke zu sehen.

Kurz darauf veröffentlichte Honda – der Motorenhersteller von Aston Martin dann ein Statement:

In dem Statement heißt es sinngemäß: „Bei unserem letzten Run mit Fernando Alonso gestern trat ein Problem mit der Batterie auf, das sich auf unseren Testplan auswirkte. Seitdem führen wir Simulationen auf dem Prüfstand in Sakura durch. Aus diesem Grund und aufgrund eines Mangels an Teilen für die Antriebseinheit haben wir den heutigen Laufplan stark eingeschränkt und nur kurze Stints vorgesehen.“

Kurz vor der Mittagspause ließ sich Lance Stroll dann endlich auf der Strecke blicken – für zwei Runden. Die Laune im Team dürfte im Keller sein.

Auch Cadillac glänzt mal wieder nicht

Ein weiteres Sorgenkind schon seit Beginn der Tests in Bahrain ist Cadillac. Bei dem amerikanischen Team scheint auch nicht alles rund zu laufen. Wie bei den vergangenen Sessions dauerte es fast zwei Stunden bis Sergio Pérez zum ersten Mal auf der Strecke zu sehen war. Dann hat aber alles funktioniert und der Mexikaner schaffte es doch noch 61 Runden um die Strecke zu drehen.

Cadillac war wieder einmal spät dran. | ©IMAGO / PsnewZ

Esteban Ocon fährt Intermediates im trockenen Wetter

Ein Anblick bei dem sicherlich einige nicht schlecht staunten: Esteban Ocon fährt mit Intermediates auf die Strecke. Das Komische daran: Es ist komplett trocken in Bahrain und die Sonne scheint. Nicht das Wetter, bei dem die Reifen normalerweise zum Einsatz kommen.

Das ist aber kein Irrtum: Im neuen Reglement gibt es einen Modus, der bei nassen Bedingungen lediglich den Frontflügel absenkt, aber nicht den Heckflügel. Und genau das testete Haas. Für Ocon war es möglicherweise eine spaßige Angelegenheit, dessen Runde eher „Tokyo Drift“ ähnelte als ein Formel-1-Auto. Aber nach nur einer Runde war dann auch schon wieder Schluss für den Franzosen. Für Unterhaltung sorgte er damit allemal.

Die Zeiten des Morgens

Fahrer Abstand zum SchnellstenRunden
Charles Leclerc
(Ferrari)
1:33.68980
Kimi Antonelli
(Mercedes)
+0.22749
Oscar Piastri
(McLaren)
+0.66366
Esteban Ocon
(Haas)
+0.80582
Isack Hadjar
(Red Bull)
+0.82259
Pierre Gasly
(Alpine)
+1.15757
Arvid Lindblad
(Racing Bulls)
+1.54977
Carlos Sainz
(Williams)
+1.56366
Nico Hülkenberg
(Audi)
+2.33064
Sergio Pérez
(Cadillac)
+7.15361
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Chantal Reinhard
Chantal Reinhard ist Redakteurin und Interviewerin bei CHAMP1. Sie studiert Journalismus und Public Relations und berichtet für CHAMP1 NEWS über aktuelle Entwicklungen in der Formel 1. Ihr Fokus liegt auf Recherche, internationaler Presseschau und der journalistischen Aufbereitung komplexer Themen – präzise, verständlich und faktenbasiert.
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