Ross Brawn gehörte zu den schlausten Köpfen, die die Formel-1-Welt im 21. Jahrhundert gesehen hat. Er war unter anderem Technischer Direktor bei Ferrari, Teamchef des Sensationsteams Brawn GP und von Mercedes, bevor Toto Wolff das Ruder übernahm.
Zuletzt war er Sportdirektor der Formel 1 von 2017 bis 2022. Danach ist es ruhig um den erfolgreichen Verantwortlichen geworden. Doch nun ist er wieder zurück.
Ross Brawn heuert in der Moto GP an. © IMAGO / PsnewZMotoGP wird neue Heimat von Brawn
Denn wie das Paramac-Yamaha-Team bekanntgab, ist der 71-Jährige nun Teil des Vorstands. Brawn soll Teamchef Paolo Campinoti als strategischer Berater unterstützen.
Es ist seine erste Anstellung in der MotoGP. Der ehemalige Mercedes-Teamchef zeigte sich in der offiziellen Pressemitteilung überglücklich über seine neue Aufgabe.
„Ich freue mich sehr, als nicht geschäftsführendes Mitglied dem Vorstand von Pramac Racing Limited beizutreten. Im Motorsport ging es schon immer um Menschen, Teamarbeit und kontinuierliche Verbesserung, und ich freue mich darauf, Paolo und das Team zu unterstützen und dort meinen Beitrag zu leisten, wo meine Erfahrung von Nutzen sein kann.“
Brawn machte klar, dass das Team einen „starken Teamgeist und große Ambitionen“ habe. Die braucht es auch, denn seit dem Wechsel von Honda zu Yamaha läuft es nicht mehr für das Team.
Pramac-Teamchef Paolo Campinoti freut sich über die Verpflichtung von Brawn. © IMAGO / Alexander TrienitzPramac will zurück zum Erfolg
2024 wurde Jorge Martín mit dem Team noch Weltmeister. Danach folgte der Wechsel auf Yamaha. Seitdem befindet sich Pramac im unteren Mittelfeld der MotoGP.
In dieser Saison war das beste Ergebnis eines Pramac-Fahrers der 13. Platz von Toprak Razgatlıoğlu in Frankreich. Durch seinen Aufstieg in die MotoGP hat der Türkei einen echten Motorsport-Hype in ihrem Land ausgelöst, den wohl auch die Formel 1 zu spüren bekommen wird.
Teamchef Paolo Campinoti freut sich, dass er nun einen so erfahrenen Motorsport-Verantwortlichen wie Brawn an seiner Seite hat. Er schwärmte von der Freundschaft, die die beiden verbinde.
„Ich bin überzeugt, dass seine Vision, sein Fachwissen und seine Siegermentalität einen wertvollen Beitrag zum weiteren Wachstum und zur Weiterentwicklung von Pramac Racing leisten werden.“
Kurzfristig wird die Formel-1-Ikone den Rennstall wohl nicht zurück an die Spitze bringen, doch in der Vergangenheit hat Brawn oft gezeigt, dass er die langfristigen Wege zum Erfolg genaustens kennt.




































