Das Team rund um Red Bull-Teamchef Laurent Mekies bekommt aktuell keinen ruhigen Moment. Schon wieder kursieren Gerüchte umher, der nächste Mitarbeiter würde das Team verlassen. Im Podcast Backstage Boxengasse erklärt Ralf Schumacher, wieso es seiner Meinung nach bei Red Bull momentan kriselt.
Immer mehr große Namen haben Red Bull verlassen. Teamchef Christian Horner, Technik-Genie Adrian Newey, Motorsportchefberater Dr. Helmut Marko und Teammanager Jonathan Wheatley haben dem Team aus Milton Keynes bereits den Rücken gekehrt. Nun wurde zu Beginn der Saison auch noch bekannt, dass Max Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase Red Bull 2028 verlassen und zu McLaren wechseln wird.
Nun servierte Schumacher einen neuen Namen auf dem Silbertablett: Chefingenieur Paul Monaghan. Der Brite war unter anderem mitverantwortlich für die WM-Erfolge Sebastian Vettels und Max Verstappens.
„Das hört man so“, kommentierte Schumacher die Abgangsgerüchte im Podcast.
Ralf Schumacher (r.) mit Podcast-Partner Peter Hardenacke | © IMAGO / EibnerMonaghan widersprach öffentlich Max Verstappen
Ralf Schumacher fand folgende Begründung in einem Auftritt des Ingenieurs für seine Vermutung. Dieser widersprach nämlich öffentlich Verstappens Kritik am aktuellen Auto. „Wir kennen Max ein bisschen und die Situation ist eigentlich gar nicht so schlecht. Man muss das in den richtigen Kontext setzen“, relativierte Monaghan.
Schumacher reagierte überrascht darauf:
Es war überraschend zu sehen, dass er bewusst [Max] Paroli geboten hat. Das war das erste Mal, dass sich ein Offizieller getraut hat, dagegen zu halten.
Dr. Marko fehlt bei Red Bull an allen Ecken und Enden
Für Schumacher ist Monaghans Widerspruch eine klare Reaktion darauf, dass es dem Team an Struktur fehle. „Da sieht man einfach wer fehlt“, behauptete der Deutsche, „Es ist Doktor Marko.“
Er stand klar für das Team und für die Fahrer, zeigte klare Kante und gab Informationen. Auch was er am Ende im Hintergrund alles abgefangen und erledigt hat, auch das darf man nicht vergessen.
„Das fehlt jetzt alles“, meinte Schumacher.
Red Bulls Erfolg kriselt
Nach all den personellen Abgängen wird es deutlicher denn je, dass es bei dem sonst so von Erfolg geprägtem Team kriselt. Sollte nach Horner, Newey, Marko, Wheatley und Lambiase auch Paul Monaghan das Team verlassen, würde es vor einer erneuten Herausforderung stehen.
Außerdem wackelt neben all diesen Gerüchten auch immer noch Max Verstappens eigene Zukunft bei Red Bull. Der Niederländer hat einer Vertragsverlängerung nämlich noch immer nicht zugesagt. Aus sportlicher Sicht liegt das Team momentan nur auf Platz 4 in der Teamwertung – mit deutlichem Punkterückstand zu Mercedes und Ferrari. Mercedes konnte in der Saison bereits knapp dreimal so viele Punkte sammeln wie Red Bull.
Wenn sich mit Paul Monaghan eine weitere Schlüsselfigur zum Abschied entscheiden sollte, wird der Erfolgsturm des Teams weiter ins Schwanken geraten.




































