Der amtierende Konstrukteursmeister erwischte keinen guten Start in die Formel 1 Saison. In jeder Session hatte bisher immer mindestens ein Auto Probleme. Letztes Jahr verließ McLaren den Silverstone Grand Prix mit einem Doppelpodium: Lando Norris gewann das Rennen, Teamkollege Oscar Piastri folgte auf Platz 2. Dieses Jahr hieß es nur Platz 4 und Platz 11. Teamchef Andrea Stelle möchte die Leistungen nicht beschönigen, blickt aber zuversichtlich auf die zukünftigen Ergebnisse der Upgrades.
Stella: Platz 4 war überdurchschnittlich
Lando Norris belegte beim Sprint Platz 3 und beendete das Rennen auf Platz 4. Teamchef Andrea Stella hat dazu eine deutliche Meinung:
Ich glaube, wir haben über unsere Verhältnisse abgeschnitten – nicht aus eigener Kraft, sondern eher, weil andere Schwierigkeiten hatten.
Der Italiener machte deutlich, dass es der McLaren ohne die Probleme der anderen Teams nicht so weit nach vorne geschafft hätte. Außerdem fügte er hinzu: „Insgesamt hat das Rennen bestätigt, dass unsere Leistung heute mit der des Qualifyings übereinstimmte. Wir haben also immer noch eine große Lücke auf Ferrari und Mercedes – wahrscheinlich etwa eine halbe Sekunde.“
Vorjahressieger Lando Norris beendete den Silverstone GP auf Platz 4 | © Bearne / XPB ImagesFokus verloren aufgrund des WM-Kampfes
Stella gab zu, dass McLaren den Fokus auf die Entwicklung des neuen Autos aufgrund des WM-Kampfes verloren haben. Im letzten Jahr kämpften beide McLaren-Fahrer sowie Max Verstappen im Red Bull um die Fahrer-WM, die letztendlich Lando Norris für sich entscheiden konnte.
Ich würde sagen, dass wir, da wir in der Meisterschaft so eng mit Red Bull und insbesondere Verstappen in der Fahrerwertung lagen, einen Teil unserer Aufmerksamkeit brauchten, um weiter am Auto zu arbeiten.
Lando Norris gewann die Weltmeisterschaft in einem knappen Punkteduell in Abu Dhabi | © Price / XPB ImagesStella führte seine Erklärung weiter aus: „Auch wenn wir keine großen Verbesserungen mitbrachten, mussten wir dem MCL39 aus technischer Sicht auf jeden Fall weiterhin Aufmerksamkeit schenken. Wir mussten sicherstellen, dass wir unsere Leistung von Rennen zu Rennen maximieren, denn die Herausforderung durch Verstappen wurde immer greifbarer.“
McLaren muss neue Richtung einschlagen
Nachdem das englische Team von der Konkurrenz entwicklungsmäßig teilweise abgehangen wurde, muss nun ein Richtungswechsel her. Nun weiß man mehr über das neue Regelement und wie die Autos funktionieren, eine gezielte Entwicklung sei nun besser möglich, meinte Stella. Allerdings brauche man dafür Zeit.
Und das ist, wie alles andere, insbesondere aus aerodynamischer Sicht, nichts, was sich innerhalb einer Woche lösen lässt. Normalerweise dauert das ein oder zwei Monate, und genau diese Zeitspanne macht den Rückstand aus, den wir derzeit haben.
Das papayafarbene Team habe nun einen klaren Ansatz in welche Richtung sie mit ihrer zukünftigen Entwicklung gehen wollen. Allerdings habe es nunmal für ein paar Aspekte des Autos einige Monate gedauert diese Richtung zu finden. Und diese Monate an Zeitverlust büßen sie nun ein.
Große Zuversicht bei McLaren noch vor der Sommerpause
Der italienische Teamchef ist zuversichtlich, dass kommende Upgrades den McLaren deutlich verbessern werden. Und das schon bald:
Wir sollten also in Ungarn die ersten Ergebnisse dieses Ansatzes sehen und im weiteren Verlauf der Saison hoffentlich immer mehr Verbesserungen.
Im Idealfall, wünschte sich Stella, dass sie die Lücke zu Ferrari und Mercedes mit den nächsten Upgrades nach dem Sommer-Shutdown schließen können. Er setze auf Verbesserungen vor und nach der Sommerpause. Sie seien sich nun mehr im Klaren darüber, welche Richtung man bei der Aerodynamik einschlagen wolle. Außerdem habe man nun deutlich mehr Wissen und Daten, als noch zu Beginn, als das neue Reglement vorgestellt wurde.
Ich denke, dass wir die Lücke mit einem weiteren Upgrade-Schritt schließen werden, sodass wir im Idealfall in der Lage sein werden, kurzfristige und mittelfristige Upgrades zu liefern. Hoffentlich sind die anderen bis dahin in der Meisterschaft nicht zu weit vorne verschwunden.
Stella ist zuversichtlich, dass das Team schon bald wieder vorne mitmischen kann. Vielleicht heißt es dann irgendwann wieder: Papaya on Top.




































