Mattia Binotto ist spätestens seit dem Abgang von Jonathan Wheatley die Führungsfigur des Audi-Teams. Nach einigen technischen Problemen konnte man vor allem mit den vergangenen Rennen ganz zufrieden sein.
Doch klar ist auch: Das Team will mehr. In jeder Motorsportserie, in der Audi an den Start geht, soll auch irgendwann eine Spitzenposition anvisiert werden. Das scheinen auch mehrere Fahrer mittlerweile begriffen zu haben.
George Russell und Carlos Sainz können sich wohl eine Audi-Zukunft vorstellen. © Batchelor / XPB ImagesTop-Fahrer ab 2028 bei Audi?
Laut diversen Medienberichten sollen Fahrer wie Carlos Sainz, Oscar Piastri oder George Russell auf den Audi-Sitz schielen. Vor allem für 2028 könnte die Personalfrage mehr als spannend werden.
In einem Interview mit racingnews365 machte Binotto deutlich, dass er vor allem Sainz sehr gut kenne und ihn sehr schätze. Doch zurzeit sei er mit seinem Fahrerduo mehr als zufrieden.
„Oft, wenn über Gabriel und Nico gesprochen wird, höre ich, dass es eine gute Mischung aus Erfahrung und auf der anderen Seite dem jungen Fahrer sei.
Stattdessen würde ich sie anders beurteilen. Sie sind zwei sehr schnelle Fahrer, und ich freue mich, weil sie schnelle Fahrer sind, beide, also haben wir eine gute Aufstellung.“
Hülkenberg sammelte in Ungarn seine ersten Punkte der Saison und hatte vorher vorwiegend mit technischen Problemen zu kämpfen. Sein Teamkollege Gabriel Bortoleto konnte zumeist überzeugen und stellte die Zweifler das ein oder andere Mal ruhig.
Mattia Binotto will mit Audi an die Spitze. © Rew / XPB ImagesBinotto warnt die Konkurrenz
Trotz der derzeit zufriedenstellenden Fahrerkonstellation weiß auch Binotto, dass das Interesse mehrerer Fahrer eine Auszeichnung für den neuen Rennstall ist.
„Die Tatsache, dass andere Fahrer mit unserem Team in Verbindung gebracht werden, macht mich nur sehr glücklich, weil es zeigt, dass die Glaubwürdigkeit unseres Projekts zunimmt. Es zeigt, dass die Wahrnehmung von außen, dass wir eines Tages wettbewerbsfähig werden können, kein Gerücht mehr ist, sondern Fakt.“
Ob diese Konkurrenzfähigkeit noch während des derzeitigen Reglements möglich ist, ist derzeit fraglich. Doch vor allem für das neue Reglement, das 2030 oder 2031 an den Start gehen soll, rechnet der Rennstall sich gute Chancen aus.
Mit einem Top-Fahrer an Bord wären die Chancen auf Spitzenergebnisse noch größer. Das Audi-Projekt steckt noch in den Kinderschuhen – doch bereits jetzt richten sich viele Augen auf das Team.
































