Bei Williams wurde das Zandvoort-Rennen kurz vor dem Ende noch schlimmer, als es ohnehin schon war.
Denn beim Überholversuch von Alex Albon, der auf besseren Reifen als Teamkollege Carlos Sainz unterwegs war, kam es zu einem Crash. Der Spanier bekam daraufhin eine 10-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Während Albon das Rennen nicht beenden konnte, wurde Sainz am Ende Sechzehnter.
Carlos Sainz konnte mit seinem Rennen nicht zufrieden sein. © Price / XPB ImagesSainz erklärt Crash und entschuldigt sich
Nach dem Rennen stand der Spanier in einer Medienrunde Rede und Antwort und erklärte seinen Crash.
„Ich habe ihn versehentlich mit dem abgefahrenen Reifen blockiert. Die Unebenheit auf der Innenseite der Kurve hat mich überrascht. So etwas kommt vor. Es tut mir leid für ihn und für das Team. Dadurch habe ich mich verbremst und Alex mitgerissen, was das denkbar schlechteste Ergebnis für dieses Rennen ist, denn es war ja nicht so, als würden wir um irgendetwas Großes kämpfen. Ich hoffe, wir können die Probleme in den Griff bekommen, denn das Auto ist schwer zu fahren.“
Er machte klar, dass man zurzeit kein Q2-Auto habe und dass es bis Baku wohl so weitergehen werde. Dort soll ein Upgrade-Paket kommen, das die Probleme zwar nicht lösen, allerdings kleiner machen soll.
Auch in einem X-Post entschuldigte sich der Spanier nochmals bei Alex Albon und seinem Team. Für Sainz sei die 10‑Sekunden-Strafe „gerecht“ gewesen. Auch ohne den Crash und die Strafen enttäuschen die Williams-Boliden weiterhin komplett.
Alex Albon musste sein Rennen frühzeitig beenden. © Batchelor / XPB ImagesAlbon zieht Verstappen-Ricciardo-Vergleich
Auch sein Teamkollege Alex Albon äußerte sich nach dem Rennen zum folgenschweren Crash und spielte die Bedeutung etwas herunter. Für ihn sei es „kein Verstappen und Ricciardo“ gewesen. 2018 sorgten Daniel Ricciardo und Max Verstappen mit einem knallharten Red-Bull-Crash für ordentlich Diskussionen.
„Solche Dinge passieren eben. Das ist nicht gut für das Team. Wir haben uns bei ihnen entschuldigt. Ich habe versucht, das zu vermeiden, aber es hat mir geschadet. Auch wenn es nicht ganz so ein Fall ist wie der zwischen Verstappen und Ricciardo in Baku, werden wir das natürlich überprüfen.“
Zwar verdeutlichte er, dass der Crash am Ende auf Carlos Sainz ginge, doch böses Blut scheint zwischen den Teamkollegen nicht zu herrschen. Der Thailänder war am Ende vor allem von der Strategie-Abteilung bei Williams enttäuscht. Denn er war sich sicher, dass man um die Punkte hätte mitfahren können, wenn man nicht zu früh gestoppt hätte.
„Ich glaube, wir sind beim ersten Boxenstopp zu früh an die Box gefahren und haben damit auf einen möglichen Undercut reagiert, anstatt unser eigenes Rennen zu fahren. Dadurch mussten wir viele blaue Flaggen beachten und saßen im schmutzigen Windschatten fest, was meinen zweiten Stint ziemlich chaotisch gemacht hat.“
Der Crash scheint nun fast schon wieder vergessen zu sein, doch die Gesamtsituation bei Williams ist weiterhin mehr als enttäuschend. Auch das Monza-Wochenende könnte schwierig werden – aus Williams-Sicht wird man aber auf ein crashfreies Wochenende hoffen.






























