Als seine aktive Karriere als Formel 1-Fahrer vorbei war, blieb Marc Surer dem Sport trotzdem treu. Ab 1996 moderierte er bei Sky (damals Premiere) die Formel 1 in Deutschland. Im Jahr 2017 beendete er seine Kommentatorenrolle bei Sky. Seit 2019 sieht und hört man ihn im Schweizer Fernsehen. Auch heute wünschen sich viele Zuschauer Surer als Moderator im deutschen Fernsehen zurück. Wie es zu dieser Beliebtheit kam, das erklärte der ehemalige Formel 1-Fahrer in Race Control, der Champ1 Expertenanalyse.
Das Premiere-Team in 2002: (v.l.n.r.) Wolfgang Rother, Marc Surer, Tanja Bauer und Jaques Schulz | © IMAGO / Thomas MelzerSurer: Ecclestone machte es möglich
Über 20 Jahre war Surer im deutschen Fernsehen tätig. Dann zog es den Schweizer zurück ins Fernsehen der Heimat. Seit 2019 ist er beim SRF. Der 75-Jährige erinnert sich, wie es gerade zu dieser Beliebtheit im deutschen Fernsehen kam. „Wir waren uns unserem Standing dann schon bewusst bei Sky Deutschland“, sagte er. Gerade Bernie Ecclestone soll dieses Standing ermöglicht haben. „Wir hatten Zugang zu allen Teamchefs, zu allem. Wir wurden also ein bisschen gepusht“, erklärte der Experte.
Bernie Ecclestone, der von 1978 bis 2017 Geschäftsführer der Formel 1 war, hatte die Idee das digitale Fernsehen im Bereich der Formel 1 zu revolutionieren. Er wollte, dass der Zuschauer entscheiden konnte, welches Bild man sehe. Dass man entscheiden konnte, ob man beispielsweise gerade bei einem bestimmten Fahrer „mitfährt“ oder das allgemeine Bild ansehen möchte. Und genau diese Vorstellung setzte das damalige Premiere (heute Sky) um. „Wir waren schon ein bisschen Pioniere und hatten das Wohlwollen der ganzen Formel 1“, erinnert sich Marc Surer.
2016: Sascha Roos und Marc Surer kommentieren die Formel 1 bei Sky Deutschland | © IMAGO / HochZweiWas wir dann hatten, waren die Insider, die mehr sehen wollten als die anderen Fernsehsender, wie zum Beispiel RTL gezeigt haben. Wir haben viel Technik gezeigt. Und interne Sachen. Und deswegen sind wir wahrscheinlich auch so populär geworden, weil die Insider uns geliebt haben. Nicht unbedingt die große Masse, die hat RTL geschaut.
Insgesamt freut sich Surer darüber, wie populär die Formel 1, nicht nur in Deutschland sondern weltweit, geworden ist. Sowohl im Fernsehen und Internet, als auch an den Rennstrecken selbst.































