McLaren überzeugt mit Zuversicht, während Honda und Aston Martin weiter um Lösungen ringen und Haas auf Stabilität setzt
Aston Martin & Honda: Vertrauen ohne greifbare Fortschritte
Nach den jüngsten Turbulenzen rund um den Abgang von Jonathan Wheatley und der überraschenden Neuordnung der Teamstruktur versucht Aston Martin, Ruhe zu bewahren. Von Honda-Seite schlägt Koji Watanabe dabei versöhnliche, aber zurückhaltende Töne an:
„Ich pflege eine gute Beziehung zu Mr. Stroll und ich pflege eine gute Beziehung zu Adrian Newey. Also kein Grund, sich Sorgen zu machen.“
Doch hinter den Kulissen bleiben die technischen Probleme ungelöst, insbesondere die Vibrationen der Power Unit:
„Auf dem Prüfstand ist die Vibration viel geringer als wenn wir ihn ins Chassis bauen.“
Auch Pedro de la Rosa macht deutlich, dass Ausreden fehl am Platz sind:
„Man muss als Einheit zusammenarbeiten.“
Die Botschaft: Vertrauen ist da – konkrete Fortschritte bislang weniger.
Andrea Stella blickt zuversichtlich auf die Entwicklung dieser Saison. | © IMAGO / PsnewZMcLaren: Spürbarer Optimismus trotz realistischer Einordnung
Ganz anders präsentiert sich McLaren. Teamchef Andrea Stella wirkt auffallend zuversichtlich – trotz der bekannten Defizite gegenüber Ferrari und Mercedes.
„Wenn wir uns die besten Sektorzeiten ansehen, dann war Ferrari immer etwas schneller.“
Und dennoch: Die Tonalität ist eine andere. Die Probleme aus China – konkret Batterieausfälle – scheinen aufgearbeitet:
„Wir vertrauen Mercedes zu 100 Prozent.“
Vor allem die langfristige Perspektive sorgt für Aufbruchsstimmung:
„Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr noch um Podien und Siege kämpfen können.“
McLaren wirkt strukturiert, lösungsorientiert – und vor allem: überzeugt vom eigenen Weg.
Ayao Komatsu ist zufrieden und fokussiert sich auf die Basics. | © Rew / XPB ImagesHaas: Fokus auf die Basics – und ein vielversprechender Bearman
Bei Haas hingegen liegt der Fokus klar auf Fundamentarbeit. Statt großer Updates konzentriert sich das Team bewusst auf Stabilität und Prozesse.
Auf die Frage, wie lange man das aktuelle Niveau halten könne, fällt die Antwort pragmatisch aus:
„Das Entwicklungslevel ist sehr taff, aber wir haben eine sehr gute Basis.“
Besonders im Blick: Oliver Bearman, dessen Entwicklung intern äußerst positiv bewertet wird:
„Er macht jeden Tag eine Entwicklung. Die Art wie er Leute motiviert ist sehr schön.“
Haas setzt damit weniger auf kurzfristige Sprünge, sondern auf nachhaltigen Aufbau.
Bei allen stehen noch Fragezeichen im Kopf, doch jeder geht diese unterschiedlich an. | © Rew / XPB ImagesWeiter geht´s in der Entwicklung
Suzuka liefert keine endgültigen Antworten, aber klare Tendenzen: Während McLaren den Blick nach vorn richtet, ringt Honda noch mit der Gegenwart. Und Haas erinnert daran, dass Fortschritt manchmal genau dort beginnt, wo man sich auf das Wesentliche konzentriert.









