103 Jahre nahm kein deutscher Fahrer mehr am Indy 500 teil. Michael Schumacher sagte damals, dass ihm dieses Rennen zu gefährlich sei. Sein Sohn darf sich nun auf die Schulter klopfen.
Denn Mick Schumacher war nicht nur ein Teil des Rennens – er kam auch noch ins Ziel. Ein Ausfall beim legendären Rennen ist gar nicht so unwahrscheinlich. Zahlreiche Unfälle überschatteten auch diese Ausgabe in Indianapolis.
Mick Schumacher landete am Ende auf Rang 18. © IMAGO / ZUMA Press WireSchumacher trotzt dem Chaos
Nach einem eher durchwachsenen Qualifying startete der Schumi-Sohn von Platz 27 und wurde während des Rennens kaum nennenswert in Szene gesetzt. Viele chaotische Boxenstopp-Phasen, einige Unfälle und Regenunterbrechungen sorgten dafür, dass das Feld immer wieder durchgewirbelt wurde.
Auch Mick Schumacher profitierte davon und kämpfte sich ab Mitte des Rennens Platz um Platz nach vorn. In der Schlussphase musste der Deutsche allerdings noch einmal einen Schreckmoment überstehen: Beim letzten Restart wollte Schumacher die obere Linie der Strecke nehmen und berührte die Mauer. Nach dem Rennen klärte er den Vorfall gegenüber dem Journalisten Christopher DeHarde auf.
„Uns allen wurde gesagt, dass die Strecke sauber war, aber die Außenbahn war definitiv nicht sauber. Daher habe ich die Mauer touchiert.“
Am Ende konnte der Fahrer vom Team Letterman Lanigan Racing glücklicherweise weiterfahren und den 18. Platz bejubeln. Damit war Schumacher der bestplatzierte Rookie des Rennens. Sein bestes Ergebnis in dieser Saison war ein siebzehnter Platz.
Felix Rosengvist durfte den Sieg bejubeln. © IMAGO / ZUMA Press WireIndy 500 sorgt für Begeisterung
Am Ende bezeichnete der Deutsche Indy 500 als „fantastisches Rennen“. Er verstehe nun auch, warum dies „das größte Spektakel im Rennsport“ sei. Natürlich habe er gehofft, dass er noch ein paar Plätze weiter vorn gelandet wäre, „aber wenn ich bedenke, wie viel passiert ist und von wo wir gestartet sind, können wir mit unserer aktuellen Position wirklich glücklich sein“, so Schumacher.
Auch sonst sorgte das Rennen in Indianapolis mal wieder für staunende Gesichter. Top-Favorit Àlex Palou verzockte sich mit seinem letzten Boxenstopp und lange wusste man nicht, wer das Rennen gewinnen könne.
Am Ende setzte sich Felix Rosenqvist in einer unglaublichen Zieleinfahrt mit nur 23 Tausendsteln vor David Malukas durch, der wieder mal mit Platz zwei zufrieden sein muss. Für Rosenqvist ist es der erste Sieg beim legendären Rennen.
Mick Schumacher hatte am Ende mit der Entscheidung des Rennens nicht viel zu tun. Trotzdem sorgte er mit seiner Teilnahme für einen Eintrag in die Geschichtsbücher des deutschen Motorsports. Mal sehen, ob er nächstes Jahr wieder beim großen Spektakel dabei ist.




































