Die teaminterne Lage bei Red Bull spitzt sich laut der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“ weiter zu. Max Verstappens Aus in Silverstone bedeutet erneut Krisen-Ausruf beim einstigen Erfolgsteam. Doch nicht nur das sorgt für Frustration bei Verstappen und Co – innerhalb des Teams würde unfair gespielt werden.
Bei Red Bull gab es dieses Jahr schon einige Wechsel und Abgänge zu verzeichnen. Unter anderem gab auch Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase bekannt, dass er das Team verlassen werde. Seit 2016 arbeiten Lambiase und Verstappen Seite an Seite. Doch das wird spätestens 2028 ein Ende haben: Lambiase wird ab dann bei McLaren arbeiten.
Seit 2016 an Max Verstappens Seite: Renningenieur Gianpiero Lambiase | © Batchelor / XPB ImagesRed Bull soll Lambiase Informationen vorenthalten
Seitdem der Wechsel bekannt ist, scheint man bei Red Bull ein Vertrauensproblem entwickelt zu haben. Denn: Pierre Waché, der Technikdirektor des Teams, soll absichtlich nicht mehr alle Informationen an den Renningenieur weitergeben, weil er diese Informationen potentiell an seinen neuen Arbeitgeber McLaren weitergeben könnte. Im Bericht der niederländischen Zeitung heißt es:
Lambiase ist nicht nur Verstappens rechte Hand, sondern auch Head of Racing. Pierre Waché teilt nicht mehr alles mit dem Briten, weil er die Informationen später natürlich an seinen künftigen Arbeitgeber weitergeben könnte. Es ist keine wirklich gesunde Situation.
Verstappen-Frustration wächst weiter
Für den Niederländer eine katastrophale Situation. Nicht nur, dass es renntechnisch für ihn nicht gut läuft, aufgrund der Informationsverweigerung verliert er damit die Rückendeckung seines engsten Vertrauten im Team. Sein Feedback vor dem Rennen in Silverstone wurde vom Team ignoriert – etwa weil Lambiase an Bedeutung für das Team verloren hat und nichts mehr für Verstappen tun kann?
Die Frustration bei Verstappen steigt | © IMAGO / NurPhotoDie Frage um Verstappens Zukunft im Team wird immer brisanter. Fraglich ist, ob sich Red Bull einen Gefallen damit tut, Verstappens Renningenieur so zu isolieren, dass sie am Ende damit nicht noch Verstappen selbst vertreiben. Die Stimmen um einen baldigen Gebrauch seiner Ausstiegsklausel werden immer lauter. Angeblich soll Max Verstappen Angebote von anderen Teams haben.
Mit einem Abgang vom vierfachen Weltmeister würde das sowieso schon wackelnde Kartenhaus namens Red Bull endgültig zusammenfallen.




































