In der Formel 1 gibt es nur noch zwei Rennen, dann steht die Sommerpause an. Eine Zeit, in der das erste Mal so richtig abgerechnet wird.
Vor allem die untere Hälfte der Königsklasse des Motorsports hat einige Aufgaben. Ein Überblick.
Kann Adrian Newey Aston Martin retten? © Rew / XPB ImagesAston Martin: Update muss sitzen
Bei Aston Martin ist die ganz klare Devise vor der Sommerpause die Hoffnung auf Adrian Newey und sein Update, das in Ungarn an den Start gehen soll. Kurz vor der Sommerpause wird man also erahnen können, wie es mit dem Rennstall in dieser Saison weitergeht.
Sollte das Update nicht funktionieren, wird auch Fernando Alonso ins Grübeln kommen. Zwar sagte der Spanier, dass es nicht auf das Upgrade ankäme, doch es ist zweifelhaft, ob Alonso weiterhin mit einem wirklich schlechten Auto in der Formel 1 fahren will.
Den Fahrern sind derzeit die Hände gebunden, sie können wirklich nur beten, dass die 2.0-Version des Autos endlich funktioniert.
Perez und Bottas bilden ein ruhiges und entspanntes Duo bei Cadillac. © Moy / XPB ImagesCadillac: Ruhe bewahren
Bei Cadillac sollte der Kükenbonus zum Tragen kommen. Dass das junge Team überhaupt ein Team hinter sich lässt und dass vor allem Sergio Perez teilweise mit stärkeren Autos fighten kann, konnte man vor Saisonstart nicht unbedingt erwarten – vor allem, wenn man andere Neulinge in der Vergangenheit gesehen hat.
Auch bei Valtteri Bottas sollte man nun nichts überstürzen. Zwar fährt der Finne seinem Teamkollegen teilweise deutlich hinterher, doch die Teamchemie scheint zu stimmen, und das Team entwickelt sich in die richtige Richtung.
Purer Aktionismus hat in der Formel 1 oft für noch schlechtere Ergebnisse gesorgt. Bei Cadillac sollte nun erst einmal die Geduld siegen.
Nico Hülkenberg braucht Punkte. © Bearne / XPB ImagesAudi: Punkte für Hülkenberg
Bei Audi steht vor allem das Thema Zuverlässigkeit auf der Agenda. Besonders Nico Hülkenberg, der immer wieder mit ordentlich Pech zu kämpfen hat, hätte es mal verdient, in die Punkte zu kommen.
Die Pace ist immer wieder da, doch die technischen Probleme bleiben weiter das große Problem des neuen Rennstalls. Das Zuverlässigkeitsthema muss bis zur Sommerpause ganz genau beäugt werden.
Insgesamt kann man beim Team eigentlich ganz zufrieden sein mit dem eingeschlagenen Weg. Jetzt geht es darum, die Lorbeeren zu ernten, wie es Gabriel Bortoleto am letzten Wochenende getan hat.
Hat Carlos Sainz noch lange Lust auf Williams? © Bearne / XPB ImagesWilliams: Sainz bei Laune halten
Da Williams vor allem sportlich derzeit nicht existent ist, wenn es um den Kampf um die Punkte geht, scheint primär die Silly Season das Team erwischt zu haben. Denn laut diverser Medienberichte soll Sainz mittlerweile nicht mehr unbedingt den Glauben haben, dass er am richtigen Ort sei.
Auch James Vowles macht gerade als Teamchef nicht die beste Figur. Seine Prognose, dass man in 4–5 Jahren in der Formel 1 um die Spitze fahren will, bringt zurzeit niemandem was, denn derzeit sind die Leistungen für einen Traditionsrennstall unzureichend.
Vor dem Spa-Wochenende soll eine große Analyse erfolgt sein, doch die Ergebnisse werden wohl erst für die zweite Saisonhälfte und das kommende Jahr Lösungen bringen. In Belgien und Ungarn wird man wohl weiter wenig Hoffnung auf Punkte haben. Schaut sich Sainz vielleicht schon im Sommer nach einem neuen Rennstall um?
Esteban Ocon steht unter Druck. © Moy / XPB ImagesHaas: Der finale Ocon-Test
Die Leistungen bei Haas geben ordentlich Grund zur Sorge, doch das neue Reglement macht kleinen Teams anfangs immer mal wieder Probleme, da große Updates schwer zu vollziehen sind.
Deshalb steht vor der Sommerpause erst einmal das Thema Esteban Ocon im Vordergrund. Der Franzose fällt in den meisten Rennen hinter seinen Teamkollegen Oliver Bearman zurück und muss um sein Cockpit im nächsten Jahr kämpfen.
Wenn Haas einen guten Ersatz finden will, sollte man früh mit den Gesprächen beginnen. Deshalb sollte eine grundsätzliche Entscheidung in der Sommerpause fallen. Denn auch ein zweiter Fahrer muss eventuell für die kommende Saison gefunden werden – wenn Bearman zu Red Bull geht.
Franco Colapinto wird zurzeit sehr hart behandelt. © Denny / XPB ImagesAlpine: Die Colapinto-Farce beenden
Alpine bringt zurzeit viele Fans und Experten zum Kopfschütteln – und das liegt nicht an den sportlichen Leistungen. Denn die stimmen sowohl bei Pierre Gasly als auch bei Franco Colapinto.
Doch vor allem der Argentinier bekommt derzeit nicht die Rückendeckung, die er eigentlich bekommen sollte. Weder Flavio Briatore, noch Steve Nielsen stellen sich hinter Colapinto.
Vor allem der Name Fernando Alonso geistert um das Team herum. Bis zur Sommerpause muss eine klare Richtung eingeschlagen werden – das wäre vor allem gegenüber Colapinto nur fair.




































