Im April mussten die Rennen in Bahrain und Saudi Arabien aufgrund des Nahostkonflikts ausfallen. Der Rennkalender schrumpfte damit von 24 auf 22 Rennen. Zunächst wurde diskutiert, man würde Bahrain am ersten Oktoberwochenende, also zwischen den Rennwochenenden in Baku und Singapur, nachholen. Berichten zufolge sei dieser Nachholtermin nun gestrichen. Grund dafür ist der noch immer anhaltende Nahostkrieg. Außerdem ist es noch immer nicht sicher, ob das Saisonfinale in Abu Dhabi und das Rennen in Katar stattfinden können.
Kein Rennen in Sakhir in 2026
Die Situation zwischen den USA und dem Iran eskaliert immer weiter. Laut Motorsport-Total und Motorsport.com ist ein Rennen in Bahrain damit unmöglich geworden. Die Formel 1 ist nicht die erste Rennserie, die aus Sicherheitsgründen das Rennen nicht stattfinden bzw. nachholen lässt. Auch die WEC soll ihre Rennen im Nahen Osten abgesagt bzw. auf andere Rennstrecken in Europa gelegt haben. Könnte das dazu führen, dass die Formel 1 endlich eine Entscheidung trifft?
Neben dem Test wird wohl kein Rennen in Bahrain dieses Jahr stattfinden. | © Moy / XPB ImagesWie steht es um Katar und Abu Dhabi?
Nach der Ausweitung der Militärschläge auf den Iran durch die USA, reagierte nun auch Teheran mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Jordanien, Bahrain und Kuwait. Damit wurde der Nachholtermin für den Grand Prix in Bahrain wieder aus der Planung gestrichen. Noch ist unklar, ob die Rennen in Katar und Abu Dhabi überhaupt stattfinden können.
Es wurde gemunkelt, dass in dieser Woche eine Entscheidung bezüglich der genannten Rennen getroffen werden soll. Auf CHAMP1-Anfrage bei der FIA und der Formel 1, wann die Entscheidung käme und wie mögliche Alternativen aussehen könnten, erhielten wir bis zur Veröffentlichung dieses Artikels leider keine Antwort.
Mögliche Alternativen für den Rennkalender
Motorsport-Total hält weitere Rennen in Europa als Alternativen für unwahrscheinlich. Die Türkei biete sich als Alternative an, müsste aber zunächst die von der FIA geforderten Streckenarbeiten, insbesondere an den Kerbs und Streckenbegrenzungen, durchführen. Um dies rechtzeitig zu schaffen wäre staatliche Unterstützung und die Zustimmung des türkischen Präsidenten notwendig.
Portimao müsste ebenfalls erhebliche Modernisierungen deutlich schneller fertigstellen. Generell wäre eine Rückkehr nach Europa zu dem späten Zeitpunkt der Saison mit erheblichen Kosten verbunden.
Formel 1 CEO Stefano Domenicali betonte bereits, dass Las Vegas auf gar keinen Fall das Saisonfinale der diesjährigen Formel 1 Saison sein werde. Das lässt darauf schließen, dass es noch alternative Grand Prix im Rennkalender geben wird.
Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen bald eine Entscheidung diesbezüglich treffen werden. Denn ein baldiges Ende des Nahostkonflikts ist auch nicht absehbar.




































