Nicht jeder Formel-1-Mechaniker wird zu einem bekannten Gesicht. Calum Nicholas gehörte bei Red Bull allerdings zu den Gesichtern der Garage.
2025 hat sich der frühere Verstappen-Vertraute aus dem Paddock zurückgezogen und ist nun unter anderem als Botschafter für Red Bull unterwegs.
Laurent Mekies kann zumindest mit dem Motor zufrieden sein. © Moy / XPB ImagesHat der Motor von Red Bull alle Erwartungen übertroffen?
Trotzdem war Nicholas natürlich während der Entwicklung des ersten eigenen Motors mit von der Partie und hat deshalb Einblicke, die nicht jeder hat. Im Podcast Talking Bull berichtete der Ex-Red-Bull-Mechaniker, wie begeistert er von der Leistung des Teams ist.
„Es ist schwer in Worte zu fassen, was für eine monumentale Herausforderung wir uns mit diesem Triebwerk gestellt haben. Wir sind hier beim letzten Rennen vor der Sommerpause und haben heute vier Red Bull Ford Powertrains Autos in den Top 10 gesehen – da muss man dieses Projekt bisher als unglaublichen Erfolg betrachten.“
Laut Nicholas habe man die Erwartungen der anderen Hersteller, aber auch die eigenen, vollkommen übertroffen. Die ADUO-Entscheidung passt zu diesen Aussagen.
Der Red-Bull-Motor gilt laut der FIA als der stärkste der Formel 1 und darf deshalb erst einmal nicht verbessert werden. Auch Peter Bayer, CEO der Racing Bulls, äußerte sich in einem exklusiven Champ1-Interview zu dieser Entscheidung.
Red Bull habe mit mehr Problemen gerechnet. Die, die aufgetreten sind, habe man „gut und schnell gelöst“. Außerdem habe man „Verbesserungen am Auto vorgenommen, die offenbar einen großen Unterschied gemacht haben“.
Kann Verstappen in diesem Jahr noch Siege einfahren? © Moy / XPB ImagesNicholas trotz schwieriger erster Saisonhälfte zufrieden
Nicholas machte außerdem deutlich, dass er ohnehin nicht erwartet habe, dass in diesem Jahr alles glattläuft.
„Es gibt noch ein paar Dinge, die wir klären müssen, aber wenn man auf den Erfolg und die Ergebnisse schaut, die wir hatten. Ja, es gab ein paar schlechte Wochenenden, weil das zu erwarten war, aber auch Wochenenden wie dieses zeigen einen unglaublichen Punkt in diesem Jahr, das ein Lernjahr werden sollte.“
Zwar beschwerte sich Max Verstappen auch in den vergangenen Wochen vehement über das Auto, am Ende konnte er aber, wenn auch mit etwas Glück durch die Fehler anderer Teams, zwei Podiumsplätze einheimsen.
Der Plan für die zweite Saisonhälfte scheint klar zu sein. Das Team will Siege holen, auch wenn man in der WM-Wertung kein Wörtchen mehr mitreden kann. Doch ein konkurrenzfähiges Auto ist wichtig – vor allem um den Niederländer zu besänftigen.
































