Toto Wolff kann mit der Mercedes-Saison eigentlich zufrieden sein. Trotz der technischen Probleme der letzten Wochen und der Schwächephase von George Russell befindet man sich in beiden WM-Wertungen in einer komfortablen Lage.
Viele Fans und Experten sprechen mittlerweile davon, dass Kimi Antonelli der absolute WM-Favorit ist.
Toto Wolff denkt bereits jetzt an die zweite Saisonhälfte. © Price / XPB ImagesZuverlässigkeit macht Wolff sorgen
Für Wolff sind diese Prognosen allerdings nicht gerne gesehen. Der Österreicher dämpfte die Erwartungen in einer Medienrunde.
„Es ist noch zu früh, um etwas zu sagen. Ich bin abergläubisch. Auch wenn der Abstand 50 Punkte beträgt, gibt es noch so viele Rennen. Zwei Ausfälle können alles leicht kippen.“
Mercedes sei „nicht toll“ gewesen, wenn es um die Zuverlässigkeit gehe, und man müsse „jeden einzelnen Tag von Freitag bis Sonntag maximal ausnutzen, und hoffentlich wird das am Ende genug sein.“
Trotzdem sei er mit der Performance von Antonelli derzeit mehr als zufrieden. Für ihn sei Lewis Hamilton am Anfang des Wochenendes der Mann gewesen, den es zu schlagen gilt. Auch wenn am Ende ein Podium dabei herausgesprungen wäre, sei das Glas für den Teamchef „halb leer“. Das Team habe im Endeffekt in Ungarn P2 haben können oder sogar sollen.
Antonelli könnte eine Gridstrafe drohen. © Rew / XPB ImagesMotorenstrafe in Monza oder Baku?
Ein weiteres Problem für Mercedes könnte eine Grid-Strafe werden. Denn durch die Zuverlässigkeitsprobleme ist es realistisch, dass man die Höchstanzahl der Komponenten übersteigt und eine Strafe hinnehmen muss. Dieses Szenario hat Wolff bereits auf dem Zettel.
„Was Motorstrafen angeht, hoffe ich immer noch sehr, dass wir keine nehmen müssen, und wir müssen entscheiden, wann das der Fall ist, wann wir eine nehmen müssen und auf welchen Strecken.“
Er wolle mit Antonellis Vater reden, ob man eine mögliche Strafe in Monza in Kauf nehme. Dort kann man gut überholen und eine Grid-Strafe wäre zu verkraften. Allerdings ist es auch das Heimrennen für den Youngster.
Deshalb könnte auch Baku eine Möglichkeit sein, um den Druck von Antonelli in Monza zu nehmen, so der Österreicher. Noch ist unklar, ob Mercedes die Strafe überhaupt in Kauf nehmen muss. Doch die Zuverlässigkeitsprobleme könnten den Rennstall dazu zwingen.
































