Das wäre der Albtraum schlechthin.
Laut einem Bericht der italienischen Ausgabe von Motorsport.com droht Aston Martin beim Saisonauftakt in Melbourne ein Szenario, das man sonst nur aus Horrorfilmen kennt: Starten – und nach wenigen Metern wieder abstellen.
Nicht wegen eines Unfalls.
Nicht wegen Strategie.
Sondern aus Angst vor dem eigenen Motor.
Vom Titel-Traum zur Überlebensmission
Zerbricht das Team an den aktuellen Ereignissen? | © IMAGO / ABACAPRESSEigentlich sollte 2026 der Beginn einer neuen Ära sein.
Lawrence Strolls Prestigeprojekt mit Stardesigner Adrian Newey, Werksmotorenpartner Honda, Fernando Alonso und Lance Stroll.
Ein Dream-Team.
Ein Angriff auf die Spitze.
Aston Martin und Honda? Eine Zusammenarbeit unter denkbar schlechten Vorzeichen | © IMAGO / NurPhotoStattdessen: Pleiten, Vibrationen, Stillstände – und ein Motor, der mehr Sorgen als Hoffnung produziert.
Honda selbst bestätigte ungewöhnliche Schwingungen, die das Hybridsystem beschädigen. In Sakura arbeitet man unter Hochdruck an Lösungen. Doch die Zeit bis Melbourne ist knapp. Sehr knapp.
Bei Aston Martin dürften mehr als nur die Reifen derzeit qualmen | © IMAGO / HochZwei/SyndicationErsatzteile knapp – Risiko enorm
Brisant: Laut Bericht soll die Ersatzteillage angespannt sein.
So angespannt, dass intern sogar über eine komplette Australien-Absage nachgedacht worden sein soll.
Diese Option wurde offenbar wieder verworfen – nicht zuletzt wegen möglicher Strafen. Ein Nicht-Antritt könnte als Verstoß gegen das Concorde-Abkommen gewertet werden.
Doch die Alternative klingt kaum besser.
Minimal-Plan: 107 Prozent – und dann raus?
Dem Bericht zufolge könnte Aston Martin in den Trainings so wenig wie möglich fahren, im Qualifying lediglich die 107-Prozent-Hürde nehmen – und im Rennen nach wenigen Runden aufgeben.
Im Extremfall:
Einführungsrunde.
Start.
Box.
Aus.
Ein kalkulierter Rückzug, um größere Schäden zu vermeiden – vor allem mit Blick auf China, wo bereits eine Woche später das nächste Rennen wartet.
Was kann Cowell so kurz vor dem Saisonauftakt noch ausrichten? | © IMAGO / EibnerAlarmstufe Rot in Silverstone
Dass Ex-Teamchef Andy Cowell bereits nach Japan gereist ist, um Honda zu unterstützen, unterstreicht die Dramatik der Lage.
Vom WM-Traum hin zum WM-Albtraum für den neuen Teamchef | © IMAGO / PsnewZDas Projekt Newey steht plötzlich unter einem düsteren Vorzeichen.
Und ausgerechnet beim ersten Rennen der neuen Reglement-Ära droht Aston Martin zur Randnotiz zu werden.
Noch ist nichts entschieden.
Noch könnte ein kurzfristiges Update das Blatt wenden.
Doch allein die Tatsache, dass eine Zwangsaufgabe nach wenigen Runden realistisch erscheint, zeigt:
Melbourne wird für Aston Martin kein Angriff auf die Spitze.
Sondern ein Kampf ums Überleben.








