Eigentlich soll seit Wochen eine grundsätzliche Einigung darüber bestehen, dass das neue Reglement bereits im nächsten Jahr wieder angepasst wird. Der Verbrenneranteil des Hybridmotors soll von 50 % auf 60 % steigen.
Doch einige Motorenhersteller sind immer noch vergleichsweise still, wenn es um die möglichen Änderungen geht. Bisher haben sich nur Mercedes und Red Bull für eine Anpassung ausgesprochen.
Lawrence Stroll (l.) und Koji Watanabe (r.) wollen Aston Martin in erfolgreiche Zeiten führen. © Batchelor / XPB ImagesHonda wohl auch pro Regeländerung
Wie der GPblog berichtet, soll sich nun wohl auch Honda positioniert haben. Der Motorenhersteller von Aston Martin soll auf der Seite von Red Bull und Mercedes stehen.
Honda kämpft bisher am meisten mit dem neuen Reglement. In den ersten Rennen kam das Team nicht mal ins Ziel. Mittlerweile sind die Autos von Fernando Alonso und Lance Stroll zumindest zuverlässig geworden, mithalten können sie allerdings noch lange nicht.
Eine Regeländerung könnte für Honda eine Art Chance sein, einen Kniff zu finden, der das Team wieder nach vorn bringt. Und auch die Formel 1 wird sich freuen, wenn sich der nächste Hersteller für eine Änderung ausspricht.
Denn Fahrer wie Lando Norris, Oscar Piastri oder Max Verstappen kritisierten das bestehende Reglement in der Vergangenheit scharf. Piastri machte klar, dass ihm die angedachten Änderungen nicht einmal weit genug gehen würden, Verstappen drohte in Kanada mal wieder mit einem Formel-1-Ausstieg.
Stellen sich Binotto und Co. gegen eine schnelle Regeländerung? © IMAGO / EibnerCadillac still – Ferrari und Audi mit Zweifeln
Es gibt allerdings noch ein großes Problem. Denn damit eine Reglement-Anpassung möglich ist, müssten fünf der sechs Motorenhersteller zustimmen. Cadillac zählt zu dieser Gruppe, da das Team in ein paar Jahren einen eigenen Motor an den Start bringen will.
Das amerikanische Team hält sich allerdings bislang völlig zurück. Anders soll es bei Ferrari und Audi aussehen. Beide Hersteller pochen wohl aus mehreren Gründen darauf, dass man das Reglement erst 2028 anpasst. Einen von beiden Herstellern müsste man auf jeden Fall vom Gegenteil überzeugen.
Im Hintergrund sollen weiter Gespräche laufen, doch wie die Entscheidung am Ende aussehen wird, ist unklar. Auf jeden Fall läuft die Zeit, denn je später die Änderung beschlossen wird, desto weniger Zeit hätten die Teams, um sich darauf einzustellen.




































