Eigentlich sollte die Stimmung bei Ferrari fantastisch sein. Nach einem durchwachsenen Saisonstart kann man durch den Sieg von Lewis Hamilton in Barcelona wieder von der Weltmeisterschaft träumen.
Doch, der eigentliche große Star der Scuderia, Charles Leclerc, bereitet zurzeit große Sorgen. Wird Lewis Hamilton bald zur neuen Nummer eins beim italienischen Rennstall?
Charles Leclerc und Lewis Hamilton fighten um die Nummer eins im Team. © IMAGO / Gregoire TruchetSurer nimmt Leclerc in Schutz – glaubt aber an Stimmungsumschwung
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über das teaminterne Duell bei Ferrari gesprochen. Und trotz des großen Leclerc-Fehlers im Qualifying, nahm der Schweizer den Monegassen in Schutz.
„Er hat um die Pole-Position gekämpft. Das muss man ganz klar sehen. Ja, er war schnell genug, und da wollte er halt nicht vom Gas gehen. Also kam er dann ein bisschen zu weit raus. Hätte auch gut gehen können und dann hätte er vielleicht auf Pole gestanden. Wer weiß. Also sowas passiert einfach.“
Leclerc crashte und musste sich am Ende mit Platz 10 im Qualifying begnügen. Im Rennen war der Monegasse im Niemandsland unterwegs und musste dann auch noch aufgrund der ausgefallenen Servolenkung frühzeitig aufhören.
Bereits in Monaco sorgte Leclerc mit einem Crash für Diskussionen. Nach einer Re-Start-Phase schied der Monegasse aus, weil seine Bremsen laut eigenen Aussagen nicht funktionierten. Aus der Bremsen-Kritik entwickelte sich ein echtes Politikum, mittlerweile wechselte Leclerc auf die Version von Lewis Hamilton.
Surer bemerkt einen Stimmungswechsel bei der Scuderia. Nachdem man in der Vergangenheit intern an Hamilton gezweifelt habe, setze man nun auf ihn. Er glaube zwar nicht, dass Leclerc deswegen benachteiligt werden müsse, aber „die Stimmung hat total umgeschlagen bei Ferrari“.
Für Leclerc ist der Saisonstart schwierig. © IMAGO / Michael PottsGelingt Leclerc der Turnaround bei Ferrari?
Bedeutet für den Ferrari-Star, dass er in den nächsten Wochen abliefern muss, ansonsten könnte ihm Hamilton ganz den Rang ablaufen. Surer glaubt allerdings noch an die Stärken Leclers.
Laut dem Schweizer könne der Monegasse das nächste Rennen gewinnen. Vor allem seine Stärke im Qualifying könnte ein Vorteil gegen Hamilton sein.
„Ich glaube immer noch, dass Charles Leclerc der Schnellere ist, zumindest in der Qualifikation.“
Er glaube, dass das teaminterne Duell auch in dieser Saison noch lange nicht entschieden sei. Jetzt muss der Monegasse ein möglichst fehlerfreies Wochenende in Spielberg auf die Strecke bringen.
Denn zwei Paradastrecken von Hamilton in Silverstone und auf dem Hungaroring, finden im kommenden Monat statt. Ein Statement von Leclerc vor Juli wäre wichtig, damit die Stimmung im Team nicht noch mehr auf die Seite Hamiltons kippt.




































