Für Alpine und Flavio Briatore läuft es in dieser Saison überraschend gut. Das Team ist bislang „Best of the Rest“ und befindet sich in der WM-Wertung auf Rang fünf hinter den vier Top-Teams der Formel 1.
Pierre Gasly präsentiert sich weiterhin als Führungspersönlichkeit und sammelte bereits 41 Punkte, während Franco Colapinto immer besser in die Saison kommt und auch schon 16 Punkte einheimsen konnte.
Gehört Pierre Gasly zu den besten Formel-1-Fahrern? © Rew / XPB ImagesGasly für Briatore ein Top-Fahrer
Im Podcast „Bexond the Grid“ verriet Teamchef Flavio Briatore, warum das Team mit Pierre Gasly langfristig plant.
„Ich glaube, dass Pierre zu den Top-6-Fahrern gehört. Erst einmal müssen wird das Auto in Ordnung bringen, dann benötigen wir Performance. Wenn wir die haben, dann ist mein Thema der Fahrer. Ich bin glücklich mit Pierre. Er ist sehr unterschätzt.“
Wenn man alle Fahrer bewerten würde, wäre Gasly für ihn in jedem Fall unter den sechs besten Fahrern. Seit 2023 ist der Franzose für das Team unterwegs, hat bislang aber mehr Höhen als Tiefen erlebt. Briatore verriet, dass der Franzose noch bis 2028 ans Team gebunden sei und man danach schauen würde, welche Möglichkeiten es gäbe.
Nun soll es wieder bergauf gehen. In diesem Jahr geht man erstmals mit einem Mercedes-Motor an den Start, während man zuvor das Werksteam von Renault war. Die Ergebnisse blieben damals aber aus.
Gasly landete in dieser Saison sogar schon einen Achtungserfolg. In Monaco erreichte der Franzose Platz drei, nachdem seine Strafen aufgrund der Pitlane-Farce aufgehoben wurden. Red Bull und McLaren haben allerdings noch Berufung eingelegt.
Franco Colapinto entwickelt sich beachtlich. © Bearne / XPB Images„Wir wissen es nicht“: Kann Colapinto ein Top-Fahrer werden?
Bei Franco Colapinto sieht die Sache schon anders aus. Briatore kritisierte den Alpine-Star in der Vergangenheit immer wieder. Auch im Podcast hielt er sich bezüglich seiner Qualitäten weiter zurück.
„Wir wissen es nicht. Bei Antonelli hätte im letzten Jahr auch niemand gedacht, dass er 2026 so performt. Franco integriert sich deutlich besser ins Team, und verbessert sich mental und technisch stetig. Wir werden es sehen.“
Der Italiener ließ sich allerdings zu einem mutigen Vergleich hinreißen. Einen seiner erfolgreichsten Schützlinge, Fernando Alonso, habe er ein Jahr zu Minardi geschickt, damit er die Formel 1 verstehe. Dann habe er entschieden, dass der Spanier Jenson Button ersetzen solle.
Auch jetzt geistert die Verbindung zwischen Alonso und seinem Manager Flavio Briatore durch die Medien. In den letzten Wochen wird der Spanier vermehrt mit einer Rückkehr zu Alpine in Verbindung gebracht, da die Situation bei Aston Martin mehr als durchwachsen ist.
Doch zurzeit scheint Colapinto fest im Sattel zu sitzen. Briatore nahm den Argentinier für seine schwierige Anfangszeit auch in Schutz. Der Argentinier habe viel Druck gehabt. Um das mental zu verarbeiten, brauche man Unterstützung.
Mit der harschen Art, die der Italiener an sich habe, müsse Colapinto klarkommen. Er wisse, dass Franco Talent habe, doch wie groß es sei, könne er bislang nicht sagen.
Briatore führt Alpine derzeit wieder Stück für Stück in bessere Zeiten. Wo das Team am Ende landen wird, ist unklar. Die Konkurrenz ist groß, doch Fans des Rennstalls werden mit dem Weg in dieser Saison bislang zufrieden sein.




































