Der Nahostkonflikt beeinflusste in diesem Jahr schon einmal den Kalender der Formel 1. Im April mussten die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt werden.
Auch eine mögliche Austragung der Rennen in Katar und Abu Dhabi wird weiter heiß diskutiert. Denn eigentlich soll ein Friedensabkommen jetzt dafür sorgen, dass die Situation sich beruhigt, allerdings sorgten ein Angriff des Iran auf einen Frachter und ein Kriegsschiff der USA und der Gegenschlag für weitere Zweifel.
Will DHL den Transport in den Nahen Osten nicht übernehmen? © IMAGO / IPA SportStellen sich DHL, Mercedes und Audi quer?
Laut der Marca soll am Spielberg-Wochenende ein Treffen stattgefunden haben, bei dem das weitere Vorgehen besprochen wurde.
Der große Wunsch von Liberty Media, das Bahrain-Rennen zu wiederholen und zwischen Katar und Abu Dhabi zu packen (das Saisonfinale soll dann um eine Woche nach hinten geschoben werden), scheint derzeit unrealistisch.
Denn die Logistikunternehmen DHL, Audi und Mercedes, sollen sich weigern, die Teams aufgrund der Angriffe auf die Frachter zu betreuen. Deshalb werden mögliche Alternativen nun immer realistischer.
Eine Überlegung soll ein Doppelrennen in Las Vegas sein, das den Kalender von 24 angedachten Rennen auf 21 Rennen verkürzen würde. Doch Stefano Domenicali machte erst vor kurzem klar, dass er ausschließe, dass das Saisonende in Las Vegas stattfinden würde.
Sehen wir Lewis Hamilton und Co. noch einmal in Barcelona? © Batchelor / XPB ImagesBarcelona und Portimão am Saisonende der Formel 1?
Deshalb wird nun eine zweite Alternative realistischer. Denn es gibt Überlegungen, dass man die Saison in Europa abschließt. Vor allem Barcelona und Portimão befinden sich dort in einer Favoritenrolle.
Die Austragungsorte müssten keine Lizenzgebühren zahlen und könnten damit hohe Einnahmen generieren, was ein mögliches Ersatzrennen sehr lukrativ machen könnte.
Da Barcelona in der kommenden Saison nicht mehr fest im Kalender ist und der Grand Prix sich mit Spa abwechselt, könnte ein zweites Rennen in diesem Jahr interessant sein, da man 2027 pausiert. Portimão gehört ab der kommenden Saison zumindest für zwei Jahre zum Rennkalender.
Aufgrund der logistischen Herausforderungen ist mit einer Entscheidung am Spa-Wochenende Mitte Juli zu rechnen. Eine Austragung der Nahost-Rennen ist damit zumindest unrealistischer, da die Situation vor Ort schwer zu bewerten ist. Eines ist klar: Ersatzlos wird die Formel 1 die kommenden Nahost-Rennen wohl nicht streichen.




































