Michael Schumacher und Rubens Barrichello waren bei Ferrari die perfekten Teamkollegen. Sie sorgten gemeinsam für die vielleicht erfolgreichste Zeit der Scuderia in der Formel 1. Auch Jenson Button kam in den Genuss, Teamkollege des Brasilianers zu sein.
Bei Honda saßen beide Piloten nach Barrichellos Ferrari-Abschied im Cockpit. Im Podcast Beyond the Grid sprach der Brite über seinen Ex-Teamkollegen.
Rubens Barrichello gehörte zu den Kult-Fahrern der Formel 1. © IMAGO / ZUMA Press WireBarrichello mit besonderem Talent?
Der Ex-Weltmeister stellte vor allem eine besondere Gabe heraus, die Barrichello scheinbar besaß.
„Mir wurde diese Frage schon oft gestellt: Wer ist der Fahrer, von dem du denkst, dass er der Beste im Ingenieurwesen ist? Und mit Abstand war es Rubens. Mit einem Team zu arbeiten, ein Auto zu entwickeln, zu verstehen, was ein Auto auf der Strecke macht, und diese Informationen zurückzugeben. Aber auch einfach zu verstehen, was mit dem Auto zu tun ist, und nicht einfach den Ingenieur machen zu lassen. Darin war er wirklich beeindruckend.“
Er machte klar, dass er verstehen könne, „dass Michael ihn so viele Jahre als Teamkollegen haben wollte“. Auch Button bezeichnete sich selbst als glücklich, Barrichello an seiner Seite gehabt zu haben. Der Brite konnte „seine Fähigkeiten wirklich sehen, von denen ich nie wusste, dass sie existieren“.
Ganz so erfolgreich war die Honda-Zeit allerdings für beide Piloten nicht. Platz vier war das beste Ergebnis in der Konstrukteurs-WM während der gemeinsamen drei Jahre. Erst die Übernahme durch Ross Brawn brachte dem Rennstall den Erfolg.
Barrichello und Button waren jahrelang Teamkollegen bei Honda und Brawn GP. © Charniaux / xpb.ccButton hat Erklärung für Misserfolg bei Honda
Button machte deutlich, dass es nicht an der fehlenden Siegermentalität bei Honda lag und Barrichello auch diese nicht ins Team brachte.
„Ich würde nicht sagen, dass es so sehr eine Gewinnermentalität war. Ich meine, wir wollen alle gewinnen. Wir tun alle alles, was wir können, um zu gewinnen. Das sind keine Amateurteams, die gegen Ferrari antreten. Das sind Hunderte von Menschen mit viel Erfahrung im Sport.“
Am Ende wäre es das Feedback von beiden Fahrern und vor allem vom Brasilianer gewesen, das das Team gebraucht hätte. Am Ende sei das Problem gewesen, „dass wir nicht ganz das Paket dafür hatten“, um erfolgreich zu sein.
Zumindest Button konnte noch zu einem großen Jubelsturm ansetzen. Er gewann 2009 eine Fahrer-WM mit Brawn GP. Währenddessen wird Rubens Barrichello wohl immer zu den unvollendeten Fahrern gehören, die eine Weltmeisterschaft sicher verdient hätten.

































