In Race Control, der Champ1-Expertenanalyse, fand der ehemalige Formel 1 Fahrer Marc Surer lobende Worte für Österreich-Sieger George Russell. Der Sieg war für Russell der Befreiungsschlag, den er gebraucht habe.
Russell hat gezeigt was er kann
Für Surer stand es gar nicht zur Debatte: „Für die Moral war das ganz, ganz entscheidend.“ Russell gab selbst zu, dass die Monate nach seinem ersten Saisonsieg in Melbourne und jetzt in Österreich hart für ihn waren, besonders weil sein Teamkollege Kimi Antonelli sensationell abgeliefert hat. Der Sieg in Österreich vor seinem Heimrennen in Silverstone war für sein Selbstbewusstsein sehr wichtig.
Das sagte auch Marc Surer:
Wenn es dann nach England geht, ist er relaxed. „Ja, ich habe gewonnen. Ich habe gezeigt, dass ich das kann.“ Und dann wird er auch wieder aufblühen in England. Da bin ich überzeugt, weil das hat ihm schon gefehlt.
Nach einem solchen Erfolgserlebnis fahre man beim nächsten Rennen schneller, da man einfach entspannter sei, meinte Surer.
Die Pole-Position verhalf George Russell klar zum Sieg, aber dennoch sei ihm die Leistung nicht abzusprechen. „Er hat auch im Rennen fehlerfrei agiert und unter Druck und bei dieser Hitze die Reifen geschont und hat alles richtig gemacht. Also man kann ihm absolut nichts vorwerfen“, lobte Surer.
George Russell holte sich in Österreich seinen zweiten Saisonsieg | © Moy / XPB ImagesSurer: „Er hat alles perfekt gemanagt“
Während des Rennens ist die perfekte Konzentration alles. Gerade wenn es so heiß ist, wie es in Österreich war, und es im Auto dadurch nochmal heißer wird, kann die Konzentration schneller nachlassen. Marc Surer erzählte, dass unter den Sitzen so genannte Temperaturaufkleber kleben. In Barcelona betrug die maximale Temperatur im Sitz 65 Grad. „Jetzt kann man sich vorstellen, wie die Fahrer darin kochen. Das ist wie eine Sauna“, kommentierte er.
Diese permanente Hitze strengt den Körper massiv an und man wird anfälliger für Fehler, die Konzentration lässt schneller nach, man wird schneller müde. „Ein Formel 1 Auto muss man korrigieren, bevor es ausbricht. Das ist die Kunst“, erklärte Surer, „Diese Lenkbewegung, die wir immer sehen, sind kleine Korrekturen, bevor das Auto ausbricht.“
Ein Fahrer spürt, wenn das Auto ausbrechen will und gerade wenn er müde wird, kann es vermehrt zu Ausbrüchen kommen.
Marc Surer bewertete Russells Leistung in Österreich abschließend wie folgt:
Das war bei ihm schon so, dass er wirklich alles perfekt gemanagt hat!




































