In diesem Jahr kehrte Valtteri Bottas mit Newcomer Cadillac zurück in den Paddock. Aktuell läuft es für ihn jedoch alles andere als rosig.
Bottas weiß von seiner magrer Leistung | © Bearne / XPB ImagesBottas Einstieg bei Cadillac
Der Start eines neuen Formel 1 Teams ist immer schwierig. Cadillac war von Anfang an bewusst, dass es schwierig werden würde. Das mussten sich auch Valtteri Bottas und Sergio Perez eingestehen. „Zu Beginn des Jahres hatten wir einige Probleme mit dem Fahrzeugbau und der Konstanz der Teile. Manchmal war ich etwas ratlos, warum mir das Tempo fehlte“, räumte Bottas ein.
Nichtsdestotrotz halten viele den Mexikaner für den stärkeren Cadillac-Piloten. Immerhin hätte er in Monaco fast einen Punkt bekommen, doch er wurde nachträglich noch betraft und verlor dadurch den zehnten Platz. Doch laut Bottas zeigte sich vor der Sommerpause eine positive Entwicklung.
„Wir entwickeln uns als Team weiter, und natürlich versucht man als Fahrer immer, sich zu verbessern“, erklärte der Finne.
Aber endlich habe ich das Gefühl, auf dem Niveau zu sein, auf dem ich fahren sollte.
In der Tat schien sich Bottas verbessert zu haben und wohler zu fühlen. Denn in den letzten drei Qualifyings vor der Sommerpause landete er immer vor Perez. Inzwischen scheint sich der Finne deutlich wohler im Cadillac MAC-26 zu fühlen.
Mittlerweile fühlt sich Bottas wohler im Cadillac | © Charniaux / XPB ImagesProbleme mit dem neuen Reglement
Das neue Reglement war für alle Fahrer eine große Umstellung. Trotzdem behauptete Bottas, für ihn sei es nochmal schwieriger gewesen als für den Rest des Grids. Er hätte sich deutlich mehr umstellen müssen. „Eigentlich mehr, als ich vielleicht vor Beginn der Saison gedacht hätte“, gab er zu. Außerdem erklärte er, dass man sich auf manchen Strecken einfach mehr „Gedanken machen über Fahrlinien, Gänge und Herangehensweise in den Kurven“ machen muss. Das habe sich stark verändert seitdem der Routinier in der Formel 1 an den Start geht.
Was früher auf manchen Strecken noch schnell war, ist heute nicht mehr schnell. Ich musste also definitiv einiges neu lernen, vor allem wegen des Batteriemanagements.
Auch führte er an, dass die aktuelle Formel 1 nicht zu seinem Fahrstil passe. „Ich musste mich ziemlich umstellen“, erklärte Bottas. „Ich habe das Gefühl, dass ich bei meinem Fahrstil bisher oft mehr Wert auf die Aus- als auf die Eingänge gelegt habe“, meinte er, „Aber mit diesen Regeln kann das tatsächlich ziemlich nachteilig sein, denn wenn man zu früh aus der Kurve heraus Gas gibt, geht einem die Batterie schneller aus. Solche Dinge sind also ganz anders.“
Mittlerweile habe er sich allerdings angepasst und an die neuen Regeln gewöhnt, meinte der Finne. Für die zweite Saisonhälfte ist er zuversichtlich und das Gelernte soll sich auch in der Punkteliste widerspiegeln.


































