Die Gerüchteküche, dass Carlos Sainz einen der beiden Audi-Sitze im nächsten Jahr besetzen soll, brodelt gewaltig. Nun scheint die Tür bei Audi doch endgültig geschlossen zu sein. Gabriel Bortoleto machte in einem Interview klar: Sein Cockpit bekommt Sainz nicht.
Er hat seine Zukunft klar vor Augen | © Bearne / XPB ImagesBortoleto spricht Klartext
Bei der brasilianischen Ausgabe von Motorsport.com plauderte Gabriel Bortoleto aus dem Nähkästchen: Er wird nicht nur 2027 für Audi fahren, sondern auch weit darüber hinaus. „Ich habe einen langfristigen Vertrag bei Audi. Ich werde nächstes Jahr für Audi fahren. Und nicht nur nächstes Jahr, sondern auch das Jahr danach“, erklärte er. Klauseln, die sein Bestehen beim Team gefährden würden, gibt es keine, machte der Brasilianer deutlich.
Bortoleto unterstützt ebenfalls die These von Audi-Teamchef Mattia Binotto. Dieser spricht immer wieder davon, das Team bis 2030 zu einem Top Team zu machen. Diese Vision teilt auch der 21-Jährige. Er möchte Audi bei dem Weg bis mindestens 2030 unterstützen.
Die Absicht ist, und das habe ich von Anfang an gesagt, ein Langzeitprojekt. Mattia [Binotto] spricht immer von einem Projekt bis 2030. Also, drücken wir es so aus.
Auch für seinen Teamkollegen Nico Hülkenberg findet Bortoleto lobende Worte: „Ich mag es sehr, mit Nico zu arbeiten. Das will ich gerne klarstellen. Er ist schnell, hat Erfahrung und bringt viele positive Dinge mit ins Team.“
Abschließend machte Bortoleto klar: „Mein Platz ist besetzt.“ Auch Hülkenberg meinte zu den Sainz-Gerüchten, dass maximal der Platz als Reservefahrer frei sei. Damit scheint Audis Fahrerpaarung für die vorhersehbare Zukunft vorerst festzustehen. Und die Tür für Sainz ziemlich verschlossen.
Audi setzt weiterhin auf Bortoleto und Hülkenberg | © Bearne / XPB ImagesLob von McNish
Audi-Rennleiter Allan McNish ist regelrecht begeistert von dem jungen Brasilianer. Auf der britischen Seite von Motorsport.com schwärmte er von Bortoleto.
McNish lobt besonders die mentale Stärke des 21-Jährigen, sowie seine Fähigkeit konstant zu wachsen und zu lernen. „Wenn man diese mentale Gelassenheit besitzt – zusammen mit dem natürlichen Tempo und einer analytischen Herangehensweise, um diese Pace auch umzusetzen –, gibt einem das extrem viel Potenzial. Und jetzt fängt er an, mit der Erfahrung auch darin zu wachsen, das konstant abzuliefern.“
Nicht nur fahrerisch, sondern auch menschlich ist Bortoleto eine große Bereicherung für das Team. „Was ich an ihm darüber hinaus mag, ist, dass er abseits des Autos ein positiver, fröhlicher Mensch ist. Es ist also angenehm, ihn um sich zu haben, und es ist für ihn auch schön, uns im Team um sich zu haben“, meinte McNish.
Mit ihm und Nico haben wir eine sehr gute Balance zwischen den beiden, denn der eine bringt die Erfahrung mit und versteht dadurch ganz natürlich und instinktiv, woher der Wind weht, während der andere diesen jugendlichen Enthusiasmus besitzt.
Besonders lobenswert findet McNish die Arbeitsmoral des jungen Rennfahrers. Laut dem Briten ist Bortoleto jemand, den man am 2. Januar im Rennsimulator finden würde, anstatt faul auf der Couch. „Und das ist etwas, das wir meiner Meinung nach im Moment auch brauchen. Wir brauchen Fahrer, die uns pushen. Wir brauchen Fahrer, die da sind und uns unterstützen, wenn wir jemanden brauchen, der einspringt und die Fahne hochhält“, lobte der 56-Jährige abschließend.


































