Vor kurzem hat die FIA die Sanktionen gegen Russland und Belarus weitestgehend aufgehoben. Einzig das Austragungsverbot von Wettbewerben auf dem Boden der beiden Länder bleibt bestehen.
Aufgrund des weiterhin bestehenden Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine hat diese Entscheidung für Wirbel gesorgt. Nun kommt es zum nächsten Kapitel.
FAU legt offiziell Beschwerde ein
In der Ukraine war man bereits direkt nach dem Urteil kritisch gegenüber der Entscheidung eingestellt, doch jetzt soll etwas passiert sein, das die Situation kritischer werden lässt.
Denn der russische Verband RAF würde Büros in von Russland besetzten Regionen der Ukraine eröffnen und betreiben. Da sie als souveränes ukrainisches Territorium angesehen werden, würde das gegen die FIA-Statuten verstoßen, da es nur einen Automobilverband pro Land geben darf.
In einem offiziellen Statement äußerte sich FAU-Präsident Oleksandr Feldman und machte die Forderungen des ukrainischen Verbandes klar.
„Wir fordern den FIA-Präsidenten dringend auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um diese Büros schließen zu lassen und die Russian Automobile Federation für ihr Handeln zu sanktionieren.“
Laut BBC-Infos soll der FIA‑Präsident höchstpersönlich dafür gesorgt haben, dass die Russland-Sanktionen gelockert werden. Ob die FIA nach den jüngsten Vorkommnissen eingreifen wird, ist unklar. Allerdings machte der Verband klar, dass man sich die Situation genau anschauen wolle.
Nikita Mazepin war 2021 in der Formel 1 aktiv. © Batchelor / XPB ImagesMazepin kehrt unter Russland-Flagge zurück
In der GT3-Serie wird man am kommenden Wochenende einen Ex-Formel-1-Star unter russischer Flagge starten sehen. Nikita Mazepin, der mit Mick Schumacher zusammen bei Haas unter Vertrag war, wird für Mercedes-AMG in Spa an den Start gehen.
In der Formel 1 wird es in naher Zukunft wohl keinen Fall geben, bei dem ein Fahrer aus Russland oder Belarus an den Start geht. Neben Mazepin war der letzte Star in der Königsklasse des Motorsports Daniil Kvyat.
Die Sanktions-Debatte geht in die nächste Runde. Und wirklich Ruhe wird wohl erst einmal nicht einkehren. Wie sich die FIA nach den neuen Entwicklungen entscheidet, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Eines ist gerade zu beobachten: Einen Gefallen hat man sich mit der Entscheidung wohl nicht getan.






























