In den vergangenen Wochen wurde immer wieder über den wichtigen Haas-Test in Portimão gesprochen.
Mit Rafael Camara, Leonardo Fornaroli und Ryo Hirakawa durften sich nun drei Fahrer präsentieren. Auch Oliver Bearman war mit von der Partie, um eine Benchmark-Zeit zu setzen.
Rafael Camara überzeugte in Portimao. © XPB ImagesCamara sammelt Pluspunkte und hat Ferrari im Rücken
Und laut dem Journalisten Rafael Lopes soll Camara der Youngster gewesen sein, der am Ende am meisten überzeugt hat. Zwar wurden keine offiziellen Zeiten übermittelt, doch der Brasilianer soll wohl am nächsten an Oliver Bearman gewesen sein.
Der Ferrari-Youngster hat zudem noch einen weiteren Trumpf in der Tasche. Denn, wie Fred Vasseur dem brasilianischen Nachrichtenportal UOL jüngst verkündete, setzt man voll auf das große Talent.
„Wir unterstützen Rafael massiv. Es geht nicht nur um finanzielle Unterstützung. Wir haben ihn finanziell unterstützt, aber wir haben in diesem Jahr auch massiv in das Training mit älteren Autos investiert. Die Kosten dafür sind weitaus höher als die finanzielle Unterstützung. Um ihn bestmöglich auf den Test nächste Woche und die kommende Saison vorzubereiten, wird Haas als Partner alles daransetzen, ihn im nächsten Jahr in die Formel 1 zu bringen.“
Ferrari ist nicht nur Motorenlieferant von Haas, sondern gilt auch seit Jahren als inoffizielles Partnerteam des Rennstalls. Auch Oliver Bearman gehört eigentlich der Scuderia und fährt nur auf „Leihbasis“ für den amerikanischen Rennstall.
Esteban Ocon könnte in diesem Jahr zum letzten Mal im Haas sitzen. © Bearne / XPB ImagesLuft für Ocon wird dünner – zieht es Tsunoda weg?
Durch die starken Leistungen von Camara könnte es für Esteban Ocon immer schwieriger werden. Denn der Franzose ist zwar weiterhin ein großer Name, hat aber nicht die Rückendeckung, die der Youngster genießt. Ferrari wird alles daran setzen, zwei eigene Fahrer bei Haas zu platzieren.
Auch für Yuki Tsunoda ist das eine schlechte Nachricht. Der Japaner machte nach seinem guten Zandvoort-Wochenende klar, dass er seine Zukunft eigentlich in der Formel 1 sehe.
Doch die einzige realistische Option für die kommende Saison war der Haas-Sitz neben Oliver Bearman. Tsunoda machte klar, dass er die Rennserie verlassen könnte, wenn er kein Stamm-Cockpit erhält. Seit Wochen gibt es Gerüchte über eine Indycar-Zukunft für den Ex-Red-Bull-Star.
Rafael Camara hat das gemacht, was man vor allem bei Ferrari erwartet hat: Er hat sich für ein Haas-Cockpit in Stellung gebracht. Auch Ocon weiß nun noch deutlicher als vorher, gegen wen er in den kommenden Wochen fährt. Der Druck auf ihn wird immer größer.






























