Ein neues Reglement bedeutet auch für Reifenhersteller Pirelli keine einfache Situation.
Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen müssen anfangs oft eher konservative Reifenmischungen verwendet werden. Auch die Zeitunterschiede zwischen den verschiedenen Mischungen sind auf vielen Strecken kleiner als erwartet.
Pirelli will an den Reifen arbeiten. © Rew / XPB ImagesPirelli bestätigt Pläne für höheren Reifenverschleiß
Damit könnte nun Schluss sein. Denn, wie The Race berichtet, plant man in der kommenden Saison mit einem höheren Reifenverschleiß, um langweilige Ein-Stop-Rennen zu verhindern.
Das bestätigte auch Pirellis Chefingenieur Simone Berra gegenüber dem Portal. Er erklärte, dass man mittlerweile endlich mit den echten Autos diesen Jahres testen könnte, um ein besseres Bild zu erhalten. Dadurch konnten andere Pläne verfolgt werden.
„Es ging vielmehr darum, einen stärkeren Reifenverschleiß zu erzeugen. Also haben wir an der Konstruktion gearbeitet, um einen stärkeren Verschleiß zu erzeugen. Wir haben verschiedene Lösungen geprüft, um einen stärkeren Verschleiß an den Vorderreifen zu erzielen, sowie andere Lösungen, die einen stärkeren Verschleiß an der Hinterachse bewirken.“
Nach dem Madrid-GP gab es zuletzt einen Reifentest in Imola, bei dem Lewis Hamilton, Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi für Ferrari, sowie Liam Lawson und Arvid Lindblad für die Racing Bulls unterwegs waren.
Simone Berra will für mehr Reifenverschleiß sorgen. © IMAGO / GEPA picturesPlanungen noch nicht abgeschlossen
Noch sind die Pläne für die Reifen der kommenden Saison nicht abgeschlossen, eine Tendenz gibt es aber schon, wie Berra enthüllte.
„Wir haben an der Konstruktion selbst gearbeitet, um die Wärmeentwicklung und den Wärmeabfall zu erhöhen. Dann steht natürlich noch der Test für den Mischungsbereich an, um den Mischungsbereich für die nächste Saison festzulegen. Das ist also ein weiteres Thema, das wir in dieser Diskussion berücksichtigen müssen.“
Für die Rennen könnte ein höherer Reifenverschleiß vor allem taktisch für Spannung sorgen, da die Teams noch strategischer an die Rennen herangehen müssten. Doch auch in der Vergangenheit wurden ähnliche Pläne immer wieder angekündigt. Am Ende folgte allerdings auch das ein oder andere Mal Ernüchterung.































