Beim Media Day in Malaysia waren die Folgen des Grand Prix in Baku noch immer zu spüren.
Während Max Verstappen über sein großes Saisonziel sprach, machte Pierre Gasly klar, wie er nun mit dem Crash, den sein Teamkollege verursacht hatte, umgehen würde.
Verstappen will in dieser Saison noch gewinnen. © Bearne / XPB ImagesVerstappen will Saisonsieg
Max Verstappen befindet sich wie sein Rennstall in aufsteigender Form. In Baku fehlte am Ende nur ein Katzensprung zum Sieg. Hat der Niederländer nun Blut geleckt?
Ich meine, ich gebe mein Bestes. Wir holen mittlerweile ziemlich viele Podiumsplätze, aber ich will gewinnen. Dafür bin ich hier, ich bin schon ganz nah dran und möchte in dieser Saison mindestens ein Rennen gewinnen.
Doch gleichzeitig bremste der Niederländer auch ein wenig die Erwartungen. Denn, laut ihm habe die Strecke in Baku dem Auto gut gelegen und er wisse nicht, wie gut man in den kommenden Rennen performen würde.
Wir kämpfen nicht um die Meisterschaft, daher ist es für uns eine große Lernerfahrung. Jedes einzelne Wochenende werden wir versuchen, unser Bestes zu geben.
Zudem machte der Niederländer noch eine Ankündigung. An seinem freien Wochenende nach dem Rennen in Singapur will der Niederländer bei der GT World Challenge Europe in Portimao für sein Team Verstappen Racing antreten.
Pierre Gasly war bei der Pressekonferenz gut gelaunt. © Bearne / XPB ImagesGasly ohne Wut nach Baku-Crash
Ein weiteres Event, das immer noch seine Spuren hinterlassen hat, war der Fehler von Franco Colapinto, der Lando Norris und seinem Rennen Pierre Gasly in Baku das Podium gekostet hatte.
Nachdem über mögliche Konsequenzen gesprochen wurde, muss der Argentinier keine persönlichen Konsequenzen, außer seiner 5-Platz-Gridstrafe in Malaysia, befürchten. Ein erregtes Gespräch mit Flavio Briatore scheint laut The Race gereicht zu haben.
Und auch Pierre Gasly will nach vorne schauen und wirkte auf der Pressekonferenz, als wäre er über den ärgerlichen Ausfall hinweg.
Es ist alles gut, alles ist in Ordnung. Ein bedauerlicher Fehler, der uns teuer zu stehen kam. Es ist alles in Ordnung, wir wissen, was wir zu tun haben: uns auf die Teamwertung konzentrieren. Es sind nicht mehr viele Rennen übrig, aber wir werden um den fünften Platz kämpfen. Wir haben ein gutes Auto mit starkem Tempo.
Mit den Racing Bulls und Audi kämpft das französische Team zumeist um den Titel „Best of the Rest“. So wird es wohl auch in Malaysia kommen, auch wenn vor allem Haas in den vergangenen Wochen Fortschritte gemacht hat.
Lance Stroll und Pierre Gasly fühlen mit Esteban Ocon mit. © Bearne / XPB ImagesLob für Ocon
Natürlich wurde bei den Pressekonferenzen auch über den nahenden Abschied von Esteban Ocon gesprochen. Auch Ex-Teamkollege Pierre Gasly, zu dem er nicht immer das beste Verhältnis hatte, äußerte sich zum Haas-Aus des Franzosen.
Es ist, gelinde gesagt, eine heikle Situation aber das sollte ihm nicht die fast 200 Starts in der Formel 1 nehmen. Das haben nicht viele Fahrer geschafft, es gibt also immer noch viel, worauf er stolz sein kann.
Und auch Lance Stroll, dessen Zukunft für das kommende Jahr seit dieser Woche gesichert ist, fand nur lobende Worte für seinen langjährigen Formel-1-Kollegen.
Ich wünsche ihm alles Gute, er ist ein großartiger Fahrer und das hat er in der Formel 1 unter Beweis gestellt. Schon als wir noch zusammen Kart gefahren sind, war er richtig schnell.
Der Franzose will weiter um seinen Verbleib in der Königsklasse kämpfen, doch derzeit sieht es um seine Zukunft eher schlecht aus.































