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Vasseur reagiert auf Hamilton-Kritik: „Das war ein Missverständnis“

Lewis Hamilton kritisierte sein Team nach dem Rennen in Zandvoort scharf. Nun äußerte sich Ferrari-Teamchef Vasseur dazu.

© Bearne / Price / XPB Images

Während des Rennens in Zandvoort gab es bei Ferrari Stunk am Funk. Hamilton kritisierte das Team danach für die schlechte Kommunikation. Teamchef Fred Vasseur erklärte nun die Intentionen Ferraris.

Fred VasseurFred Vasseur: Das hatte alles seine Richtigkeit | © IMAGO / Jan Huebner

Hamilton angefressen

Lewis Hamilton machte schon während des Rennens seinem Frust über Funk Luft. Er war schneller als Teamkollege Leclerc, doch vorbei ließ er ihn nicht. Das kostete den Briten wertvolle Sekunden, vermutlich sogar einen Platz auf dem Podium. Eine Runde später funkte dieser sarkastisch, nachdem Leclerc an die Box abbog: „Eine tolle Art, Zeit zu verschwenden, Leute. Gut gemacht.“

Später beschwerte er sich erneut beim Team. Seine Reifen ließen nach, er wurde von Norris und Antonelli überholt. „Benutzt ihr mich hier als Versuchskaninchen?“, fragte der siebenfache Weltmeister sichtlich frustriert nach.

Nach dem Rennen ging die Frustration für Hamilton in die nächste Runde und diese äußerte er auch deutlich vor den Medien.

@champ1_de

Teamorder-Zoff nach Zandvoort GP! Lewis Hamilton kritisiert die Strategie von Ferrari und holt zu einem Rundumschlag aus. Sein Ex-Team Mercedes lobt er für die Teamorder. Hat die Scuderia dem Rekordweltmeister ein Podium gekostet? #f12026 #formel1 #formula1 #f1tiktok #f1contentcreators #f1 #zandvoortgp #lewishamilton #charlesleclerc #ferrari #mercedes #antonelli #russell #wolff #motorsport #racing #champ1 #ferrarif1

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Vasseur erklärt Ferraris Strategie

Der Ferrari-Teamchef hat eine klare Antwort zu all den Fragen über Ferraris Strategie. Es war Absicht, dass man Hamilton nicht über die Strategiepläne über Funk mitteilte.

Wir wollten ihm die Strategie zu diesem Zeitpunkt nicht mitteilen, da wir sie nicht vor der Konkurrenz offenlegen wollten.

„Wir wollten ihn bis zum Schluss auf der Strecke lassen [vor der späten VSC-Phase]. Ich glaube, das wäre die richtige Entscheidung gewesen“, sagte Vasseur nach dem Rennen.

Der Franzose scheint Hamiltons Ärger nicht allzu ernst zu nehmen. Er meint, dass beide Fahrer nach dem Rennen verstehen würden, wieso Ferrari so gehandelt habe.

Charles Leclerc und Lewis Hamilton in ZandvoortHamilton hing hinter Leclerc fest | © Price / XPB Images

„Charles sollte eigentlich an die Box kommen. Wir haben dann den Stint um eine Runde verlängert, und es herrschte eine gewisse Verwirrung, aber ich mache mir deswegen keine Sorgen. Sie werden ein klares Bild vom Rennverlauf haben“, behauptete er selbstsicher.

Manchmal müssen wir die Strategie ändern oder uns anpassen, weil wir versuchen, von den anderen zu lernen – und für die Fahrer ist das etwas frustrierend.

Alles bloß ein Missverständnis

Vasseur spielte Hamiltons Ärger regelrecht herunter und tat die Kommunikation über Funk als Missverständnis ab. Mit Missverständnis meinte der Teamchef die Teamorder, die Hamilton gern gehabt hätte.

„Wir gingen eigentlich davon aus, dass die Reifen am Auto von Lewis halten, um bis zum Schluss durchzufahren. Wir wollten diese Strategie verfolgen, weil Antonelli mit dem Reifenverschleiß zu kämpfen hatte“, erklärte Vasseur.

Lewis hätte bis zum Schluss durchhalten können, und wir haben Charles nicht gebeten, den Platz an Hamilton zu geben, weil Leclerc ohnehin an die Box kommen musste.

Dennoch gab er zu, dass das Team die Situation hätte besser machen können. Trotzdem glaubt er nicht, dass ein Podium aufgrund dieser Entscheidung verloren ging. „Aber letztlich glaube ich nicht, dass uns aufgrund dieser Entscheidung verloren gegangen ist. Wahrscheinlich haben wir gestern im Qualifying mehr Fehler gemacht, denn heute war das Tempo genauso gut wie gestern im Sprint“, behauptete der 58-Jährige abschließend.

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Laura Schanz
Laura Schanz ist seit Juni Teil des CHAMP1.NEWS-Teams. Ursprünglich kommt sie aus dem Bildungswesen, doch ihre Begeisterung für die Formel 1 entwickelte sich schnell von einem Hobby zu einer echten Leidenschaft. Heute verfolgt sie zwei klare Missionen: Zum einen möchte sie alle Strecken des aktuellen Formel-1-Kalenders persönlich besuchen — sechs davon konnte sie bereits abhaken. Zum anderen will sie mit dem hartnäckigen Vorurteil aufräumen, dass Frauen in der Formel 1 keinen Platz hätten. Für Laura ist die Königsklasse weit mehr als schnelle Autos, laute Motoren und der Geruch von verbranntem Gummi. Mit analytischem Blick begleitet sie Rennwochenenden, ordnet aktuelle F1-News und Entwicklungen ein und schreibt klare, verständliche Artikel rund um das Geschehen auf und neben der Strecke. Darüber hinaus ist sie als Social-Media-Host für CHAMP1 aktiv und gehört bei den Live-Sendungen an den Rennwochenenden neben Chantal und David zum On-Air-Team. Ihr Anspruch: die Formel 1 greifbarer, verständlicher und zugänglicher zu machen — für eingefleischte Fans genauso wie für alle, die gerade erst in diesen Sport eintauchen.
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