Platz zwei und drei in Zandvoort klingen aufgrund des komfortablen WM-Vorsprungs von Kimi Antonelli und Mercedes eigentlich gar nicht so schlecht. So richtig zufrieden war beim Team allerdings niemand.
Denn vor allem im letzten Stint hatte man keine Chance, Rennsieger Lando Norris einzuholen. Eine klare Niederlage für die WM‑Favoriten.
Kimi Antonelli konnte trotz seiner Probleme Platz zwei erreichen. © Moy / XPB ImagesAntonelli klagte über Probleme
Im offiziellen Debrief von Mercedes äußerte sich Andrew Shovlin, der Streckentechnikdirektor von Mercedes, zum Rennen in Zandvoort. Der Brite machte klar, dass man vor allem die Probleme im „dritten Stint“ betrachte.
„Kimi sagte nach dem Rennen, dass das Gleichgewicht im Laufe des Rennens immer schwieriger wurde. Jeder Reifen hatte etwas mehr Übersteuern als der vorherige, und wir versuchen, zu verstehen, warum das so war. Wir haben das Auto nicht geändert, wir haben keine Aerodynamik-Balance hinzugefügt, was genau das erklären könnte.“
Nun würde Mercedes eine große Analyse anstehen, damit die Probleme nicht mehr auftauchen würden. Das sei vor dem nächsten Rennen wichtig. Monza ist nicht nur das Heimrennen von Kimi Antonelli, sondern auch der Grand Prix, bei dem der WM‑Führende eine Grid-Strafe aufgrund eines Motorenwechsels hinnehmen muss.
Für Doppelsieger Norris, Russell und Hamilton ist das natürlich die perfekte Gelegenheit, um die WM spannender zu machen.
Lando Norris macht Mercedes derzeit Probleme. Merc© Moy / XPB ImagesIst der Mercedes-Vorsprung weg?
Showlin machte deutlich, dass Mercedes nicht mehr ganz die Speerspitze der Formel 1 sei und dass es in den kommenden Rennen doch etwas spannender werden könnte.
„Es wird jetzt offensichtlich sehr eng, was die Leistung angeht. Wir warten immer noch auf unser großes Update, und das wird helfen. Aber in der Zwischenzeit wird es ein kleiner Kampf.“
Doch das Rennwochenende habe trotzdem Spaß gemacht und es sei großartig gewesen, dass man „ohne das schnellste Auto immer noch die meisten Punkte aller Teams erzielen konnte“.
In der Konstrukteurs-WM sieht es danach aus, als wären die Silberpfeile kaum noch aufzuhalten. Doch auf der Fahrerseite muss noch einiges passieren, denn die Gefahr besteht, dass man plötzlich nur noch dritte Kraft ist. Die nächsten Wochen könnten spannend werden.






























