Monza wird für Ferrari immer das größte Rennwochenende der Saison sein. Die Scuderia zelebriert das Heimspiel wie kein anderes Team – wird aber nur selten davon beflügelt.
In diesem Jahr soll alles anders sein. Ferrari will gewinnen, damit die Chancen auf die Weltmeisterschaft bestehen bleiben. Kann ADUO für den großen Sieg sorgen?
Vasseur glaubt an das ADUO-Upgrade. © Moy / XPB ImagesVasseur optimistisch vor Monza
Und wie Fred Vasseur gegenüber planetf1 sagte, hofft man am kommenden Wochenende auf einen nächsten Entwicklungsschritt.
„Auf der Leistungsseite führen wir eine aktualisierte Antriebseinheit als Teil der Entwicklungsmöglichkeiten unter ADUO ein. Es wird ein Schritt in die richtige Richtung und wie wir wissen, dreht sich dieses Jahr sehr um marginale Gewinne.“
Monza sei „eine anspruchsvolle Strecke und das Feld ist extrem knapp, und unsere Priorität wird es sein, ab Freitag jeden Aspekt des Wochenendes so gut wie möglich umzusetzen.“
Und das ist für Ferrari sehr wichtig. Denn oft in diesem Jahr war die Scuderia bei den Trainings vorne dabei, enttäuschte dann aber in Qualifying und Rennen. Wenn man Mercedes wirklich noch angreifen möchte, muss eigentlich alles stimmen. Für den Ferrari-Teamchef könnte auch die Stimmung zu einem Erfolgsfaktor werden.
„Wir wollen zusätzliche Motivation aus der Leidenschaft unseres Heimpublikums ziehen und unseren Tifosi ein starkes Wochenende bieten.“
Christian Klien bleibt bei Ferrari skeptisch. © IMAGO / DeFodi ImagesKlien glaubt nicht an Ferrari-Heimsieg
Ferrari hat beim High-Speed-Kurs in Monza auch trotz des ADUO ein Geschwindigkeitsproblem – vor allem gegenüber Mercedes. ServusTV-Experte Christian Klien glaubt darum auch nicht an einen Heimsieg, wie er gegenüber speedweek.com klarmachte.
„Wie wir in Silverstone und Spa gesehen haben, fehlt es Ferrari an Topspeed. Trotzdem müssen sie als Team sortiert auftreten, um ein ordentliches Ergebnis einzufahren.“
Zwar konnte Charles Leclerc beim Grand Prix in Großbritannien triumphieren, trotzdem war die Schwäche auf der Geraden zu sehen. Vor allem beim Überholvorgang tun sich beide Piloten in dieser Saison sehr schwer. Und auch die Strategieabteilung machte dem Rennstall immer wieder zu schaffen.
„Man lässt die Fahrer teilweise ein bisschen im Dunkeln tappen, während von anderen Teams klarere Ansagen kommen. Was die reine Rennpace angeht, hätten sie in Zandvoort gewinnen können, was aber schon das Qualifying verhindert hat. Mit der Strategie bauen sie sich dann selbst zusätzliche Stolpersteine. So kann man nicht Weltmeister werden.“
Trotzdem lebt der Traum von der Weltmeisterschaft bei der Scuderia weiter. In Monza muss dafür aber ein überraschend gutes Ergebnis her. Ansonsten bleibt dort alles beim Alten – hohe Erwartungen und am Ende die große Enttäuschung.































