Christian Horner wurde im vergangenen Jahr bei Red Bull nach erfolgreichen Jahrzehnten als Teamchef entlassen. Belästigungsvorwürfe und eine schwierige sportliche Situation sorgten am Ende für die Trennung.
Seit Wochen und Monaten gibt es Gerüchte um eine Rückkehr in die Formel 1. Doch nun rechnete der Brite erst einmal mit seinem Ex-Team ab.
Horner machte Vettel und Verstappen zu Vierfach-Weltmeistern. © Rew / XPB ImagesRed Bull ohne Horner schlechter?
In einem Interview mit The Times machte Horner klar, dass er immer noch nicht wirklich verstehen würde, warum er damals gehen musste. Für seinen Abgang bekam er wohl eine mittlere zweistellige Millionensumme.
Eine Zahl wollte er selbst nicht nennen, doch er sehe die hohe Summe als Beweis dafür, nichts falsch gemacht zu haben.
„Die wollen dich einfach nicht mehr. Wenn jemand bereit ist, so viel Geld dafür zu zahlen, dass du nicht dabei bist. (…) Und ich glaube, wenn man sich diese Mannschaft in den vergangenen zwölf Monaten ansieht, hat sie ihren Schwung, ihre Präsenz und ihre Ausstrahlung verloren.“
Hatte Horner zu viel Macht?
Diese Worte können auch als Kritik an seinem Nachfolger Laurent Mekies angesehen werden. In dieser Saison konnte der Ex-Rennstall von Horner noch kein einziges Rennen gewinnen. Einen Zustand, den es unter Horner nur im Jahr 2015 gab.
Als Grund für Horners damaligen Rausschmiss wurde damals die sportlich schwierige Situation angegeben. Doch der Brite gibt noch einen anderen möglichen Grund an, warum er gehen musste.
„Sie wollten einen anderen Weg einschlagen. Als ich wirklich Druck machte – mein Vertrag lief noch sechs Jahre –, wurde mir gesagt, dass es sich eher um ‚Christian Horner Racing‘ als um ‚Red Bull Racing‘ handele.“
Das Verhältnis zwischen Marko und Horner wurde immer schlechter. © Rew / XPB ImagesSeitenhieb gegen Marko
Was am Ende wirklich der Grund für den Weggang von Horner war, wird wohl erst einmal ein Geheimnis der Verantwortlichen bei Red Bull bleiben.
Ein weiterer Weggefährte, der mittlerweile auch nicht mehr beim Team ist, musste sich nun auch einen Seitenhieb von Horner gefallen lassen. Helmut Marko, der lange als enger Vertrauter des Teamchefs galt, soll beim Team keine große Rolle mehr gespielt haben.
„Er gab mir die erste Chance. Er sah etwas in mir, das ihm gefiel. Aber gegen Ende (…) nach Dietrichs Tod hatte er eigentlich keine Funktion mehr. Ich denke, er sah mich immer als seinen Schützling. Und ich war längst darüber hinaus.“
Während der Österreicher seinen Formel-1-Ruhestand genießt, möchte Horner zurück, um es nochmal allen zu zeigen. Vor allem die Ferrari-Gerüchte werden heißer, auch weil der Brite bereits signalisiert hat, auf Macht verzichten zu wollen, um einen Job beim italienischen Rennstall zu erhalten.































