Williams wollte mit Alex Albon und Carlos Sainz eigentlich ambitioniert in die neue Saison starten, doch die ersten Rennen wurden zu einem Desaster.
Nur Cadillac und Aston Martin waren langsamer und Punkte konnten nur durch das technische Versagen oder durch Unfälle anderer Fahrer eingesammelt werden. In Miami konnte das Team einen ordentlichen Schritt nach vorne machen und doppelt punkten.
Die Williams-Boliden haben noch viele kleine Probleme. © IMAGO / Icon SportswireWar Williams beim neuen Auto überambitioniert?
Doch, bei Williams gibt es weiterhin viel Handlungsbedarf. Das weiß auch Teamchef James Vowles. Der Brite erklärte nun in einer Medienrunde, warum das Auto noch nicht da ist, wo es sein sollte.
„Wir haben zwar früh im Windkanal angefangen, aber mit dem Bau des Autos haben wir nicht frühzeitig begonnen, denn man möchte all diese positiven Erkenntnisse so lange wie möglich im Windkanal behalten, und wir wollten uns selbst bis an die Grenze belasten – nicht ganz wie ein Meisterteam, aber aggressiver als bisher. Das Auto, das wir gebaut haben, ist das komplexeste.“
Das Problem sei gewesen, dass nicht alles reibungslos verlaufen wäre. Vor allem bei den Crashtests seien immer mal wieder Probleme aufgetreten. Williams habe kein einzelnes großes Problem, sondern „winzige, kleine Details, aber Hunderte davon summieren sich.“
Durch die aufgetretenen Komplikationen kamen Updates und Upgrades deutlich zu spät. Das erklärt auch die schwierigen Rennwochenenden zum Saisonstart. Doch nun wollen Vowles und Co. wieder durchstarten.
Carlos Sainz (l.) und Alex Alobon (r.) wollen konstant in die Punkte. © IMAGO / Agencia EFEMontreal-Paket soll Albon und Sainz nach vorne bringen
Schon in Kanada könnte Williams wieder einen Schritt nach vorn machen. Das kündigte James Vowles an. Denn in den knapp drei Wochen Pause zwischen Rennen vier und fünf wurde ein Upgrade-Paket entwickelt.
„Wir haben für Montreal weitere Leistung in der Pipeline. Es ist wieder so eine spezielle Situation: Wir haben diese zwei beziehungsweise drei Wochen bis zum Grand Prix und wollen diese Zeit bestmöglich nutzen. Was wir davon zu 100 Prozent liefern können, steht noch ein wenig in den Sternen, aber es könnte ein ordentlicher Batzen Leistung sein.“
Doch gleichzeitig dämpfte Vowles die Erwartungen und machte deutlich, dass auch andere Teams Upgrades bringen würden und man nicht wisse, ob man Boden gutmachen würde. Alles in allem sei Vowles aber zufrieden mit dem Paket, das in Kanada an den Start gehen soll.
Und schaut man auf die Details, dann wird schnell klar, dass einiges geändert wird. Ein neuer Unterboden, optimierte Karosseriekomponenten, Anpassungen am Frontflügel, eine überarbeitete Hinterradaufhängung und Verbesserungen beim Auspuff-Blowing sollen das Team nach vorn bringen. Auch soll eine kleine Gewichtsreduktion mehr Leistung bringen.
Für Williams startet jetzt wohl die wichtigste Phase der Saison, denn so langsam muss das Team den Anschluss finden. Sonst wird es wohl eine Saison zum Vergessen. Antworten wird es allerdings nur auf der Strecke geben.




































