Carlos Sainz war der erste Teamkollege von Lando Norris, als dieser 2019 in der Formel 1 durchstartete. Fans tauften diese Fahrerpaarung „Carlando“, eine Mischung aus Carlos und Lando, was schnell in den Sprachgebrauch des Teams und der Fahrer selbst überging. Der amtierende Weltmeister behauptete vor den Fans in Barcelona, er habe mit Sainz gesprochen und in 5 bis 6 Jahren würden die beiden wieder Teamkollegen sein. Doch wie realistisch ist das? Und wer müsste zu welchem Team wechseln, damit das überhaupt möglich wäre?
Der Verstappen-Domino-Effekt
Um das mögliche Comeback von Sainz und Norris als Teammates zu ermöglichen, müssten viele Steine zunächst angestoßen werden. Der erste würde von niemand anderem anegestoßen werden als Max Verstappen. Der vierfache Weltmeister hat momentan seinen Vertrag bei Red Bull noch nicht verlängert. Und die Gerüchteküche ist fleißig am brodeln. Angeblich hätte man ihm Mehrheitsanteile an Red Bulls Schwesternteam Racing Bulls angeboten, solle er seinen Vertrag verlängern. Theoretisch würde das bedeuten: Verstappen hätte sein eigenes Formel 1 Team. Außerdem munkelt man, Mercedes-Pilot George Russell würde von Max Verstappen bei Mercedes ersetzt werden, sollte Russells Performance schlechter sein sollte als Antonellis.
Angenommen Verstappen wechselt zu Mercedes – und was dann?
Schon mehrfach fielen die Worte Piastri und Red Bull in Kombination. Im letzten Jahr bekundete das Team bereits Interesse an dem Australier. Piastris Manager Marc Webber fuhr selbst für das britische Team aus Milton Keynes. Webber jedoch tritt diese Saison etwas kürzer, angeblich um die interne Dynamik bei McLaren nicht zu gefährden. Oscar Piastri dementierte die Wechselgerüchte, sollte Verstappen Red Bull verlassen. Außerdem läuft sein Vertrag bei McLaren bis 2027. Ob und wie konkret Gespräche mit Red Bull stattfinden, ist momentan noch unklar.
Verstappen bei Mercedes, Piastri bei Red Bull und was wäre mit Russell?
Momentan kann man sagen, dass Lando Norris McLaren genauso treu bleibt, wie Charles Leclerc Ferrari. Um Sainz einen Wechsel zu McLaren zu ermöglichen, müsste George Russell zurück zu Williams gehen. Russell startete seine Formel 1 Karriere bei Williams, ob er jedoch von einem Top Team zurück zu einem Mittelfeldteam wechseln ist zunächst fraglich.
Viele Zahnräder müssten ohne Probleme ineinandergreifen
Damit Lando Norris und Carlos Sainz in fünf bis sechs Jahren wieder als Teamkollegen vereint sein könnten, müssen viele Puzzleteile perfekt eingesetzt werden. In einem Wunschszenario wäre diese Fahrerkombination vielleicht möglich, vorausgesetzt es gibt keine anderen Wechselangebote, kein zwölftes Team, keine Retirements. Außerdem sollte man bedenken, dass in sechs Jahren Sainz 38 wird. Ob er dann noch in der Formel 1 auf Top-Niveau fahren kann oder möchte steht in den Sternen. Völlig an den Haaren herbeigezogen kann man Norris‘ Aussage vielleicht nicht nennen, aber ob sie in seiner angegebenen Zeitspanne so realisierbar ist, sei mal noch dahingestellt.
Lando Norris und Carlos Sainz waren von 2019 bis 2020 Teamkollegen bei McLaren | © IMAGO / DeFodi































