Beim Media Day vor dem Großen Preis von Spielberg waren mit George Russell, Isack Hadjar und Oscar Piastri gleich drei Piloten von Top-Teams auf der Pressekonferenz zu Gast.
Wie so oft, ging es natürlich auch darum, wer am Ende im Rennen wohl die Nase vorn haben wird.
George Russell freut sich auf das Rennen in Österreich. © Bearne / XPB ImagesRussell sieht Hamilton als Gefahr – und glaubt an den Teamgeist
George Russell sprach trotz der Favoritenrolle von Mercedes von einer spannenden Challenge und hat vor allem Barcelona-Sieger Lewis Hamilton im Visier.
„Klar, er ist eine große Bedrohung. Ferrari ist eine große Bedrohung. Man spürt, dass Ferrari auf dem Vormarsch ist, und Lewis steht dabei an vorderster Front. Je mehr Leute man im direkten Duell hat, desto größer ist der Wettbewerb. Als wir noch Kart gefahren sind, gab es drei, vier, fünf Fahrer, die um Siege kämpften, und genau so sollte es auch in der Formel 1 sein. Ich freue mich darauf.“
An eine Teamorder, die gerade heiß diskutiert wird, glaubt der Brite übrigens nicht, er sei der Meinung, dass ein Sieg für das Team Priorität hätte, „egal, wer ihn am Ende holt“. Ob das wirklich der Fall sein wird, wird man wohl erst auf der Strecke sehen.
Die Silberpfeile gelten auf jeden Fall auch in Österreich als Benchmark, das merkte man auf der Pressekonferenz. Denn die Jäger bremsten die Erwartungen.
Kämpfen Hadjar, Piastri und Co. nicht um den Sieg? © IMAGO / DeFodi ImagesRed Bull und McLaren nur Podiums-Kandidaten?
Isack Hadjar machte direkt zu Beginn klar, dass man keine Wunderdinge von den Bullen erwarten könne, auch wenn das Heimspiel ansteht.
„Wir waren bisher das viertschnellste Team, daher wäre ein Podiumsplatz, rein vom Tempo her gesehen, ein Schritt nach vorne.“
Auch über die Startprobleme ist der junge Franzose immer noch nicht hinweg. Er gab an, dass man immer noch nicht wisse, woran es läge, doch er sei sich sicher, dass es „kein menschlicher Fehler“ sein könne.
Anders als Hadjar hat Piastri die Bullen allerdings schon auf der Rechnung, wenngleich er andere Teams vorne sieht.
„Als Team hat Ferrari einen großen Schritt nach vorne gemacht, Mercedes ist nach wie vor der Maßstab, und ich höre, dass auch Red Bull hier gut aufgestellt ist. Es wird also nicht einfach für uns werden.“
Für McLaren sieht Piastri nur Chancen, wenn andere Teams Fehler machen würden. Doch, da sich „die Dinge schnell ändern“ könnten, hat der Australier die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis anscheinend noch nicht aufgegeben.
Kann Nico Hülkenberg endlich die ersten Punkte in dieser Saison einheimsen? © Bearne / XPB ImagesHülkenberg und Gasly auf der Jagd nach Punkten
Audi und Alpine werden unter normalen Umständen mit dem Kampf um das Podium nichts zu tun haben. Trotzdem haben beide Teams natürlich sportliche Ziele für das kommende Wochenende.
Nico Hülkenberg freut sich auf die große Europa-Tour in der Formel 1.
„Wir befinden uns jetzt auf der Europa-Etappe, und es stehen einige Rennstrecken auf dem Programm, die mir Spaß machen – darunter auch Silverstone, eine meiner Lieblingsstrecken. Ich werde einfach mein Bestes geben und versuchen, sonntags etwas mit nach Hause zu nehmen.“
In den letzten Wochen habe sich das Team durchgekämpft, jetzt würde nur noch die Belohnung fehlen. Vielleicht kann der Deutsche in Österreich ja endlich seine ersten WM-Punkte in diesem Jahr sammeln.
Pierre Gasly hingegen hat Spaß am Punktesammeln gefunden. Der Franzose hat bereits 41 Zähler gesammelt und liegt damit sogar vor Isack Hadjar auf Platz 8 in der Fahrerwertung.
Das Team könne jedes Wochenende um die Punkte kämpfen, so der Franzose. Zwar wären die letzten Rennen komplizierter gewesen, trotzdem sei das Team noch auf einem guten Weg.
„Ich finde, ich bringe gute Leistungen. Kann ich mich noch verbessern? Ja, das kann ich, und darauf arbeite ich jeden Tag hin.“
Fans können sich wohl auf heiße Kämpfe in der österreichischen Sonne freuen. Noch ist unklar, wer in Spielberg welches Leistungsniveau vorzuweisen hat. Antworten wird es ab morgen geben.




































