Bernie Ecclestone gehörte Jahrzehnte zu den bekanntesten Gesichtern der Formel 1. Bis 2017 war der Brite Geschäftsführer der Formula One Group.
Beim Rennwochenende in Spielberg hatte Ecclestone einen seiner mittlerweile wenigen öffentlichen Auftritte. Natürlich äußerte sich der meinungsstarke Formel-1-Fan dort zu einigen Themen.
Bernie Ecclestone war in Spielberg sogar auf dem Podium zu sehen. © Moy / XPB ImagesRennanzahl und Sprints für Ecclestone „falsch“
In einem Interview mit Planetf1 äußerte sich der Brite zur Entwicklung der Formel 1 unter Liberty Media.
„Sie haben die Dinge ein bisschen amerikanischer gestaltet, was im Grunde genau das war, was sie erreichen wollten. Ansonsten machen sie alles, was gut aussieht, was ebenfalls wichtig ist, und aus dieser Perspektive betrachtet ist das positiv.“
Doch vor allem zwei Dinge in der modernen Formel 1 stören Ecclestone. Zum einen wäre da der Rennkalender, der derzeit 24 Rennen enthält. Für ihn seien das zu viele.
Man würde viele Leute verlieren, „die ein Rennen verpassen und sagen: ‚Ach, wir sehen ja bald wieder eins, in ein paar Wochen oder so.‘“ Für den Briten würden einzelne GPs damit an Wichtigkeit verlieren.
Mit den Sprintrennen geht der Ex-Formel-1-Boss noch härter ins Gericht. Er habe keine Ahnung, „worum es da eigentlich geht“.
Bernie Ecclestone und Mohammed Ben Sulayem scheinen sich gut zu verstehen. © Moy / XPB Images„Hervorragenden Job gemacht“: Lob für Ben Sulayem
Ein Mann, für den Ecclestone viel Respekt übrig hat, ist Mohammed Ben Sulayem. Der Brite lobte die bisherige Amtszeit des FIA-Präsidenten.
„Er wurde gewählt, um etwas zu tun, von dem er keine genaue Vorstellung hatte, was genau zu tun war. Seitdem hat er herausgefunden, was zu tun ist und was nicht, und ich finde, er hat einen hervorragenden Job gemacht. Finanziell bringt er die FIA wieder in die Lage, in der sie schon längst hätte sein sollen.“
Zuletzt hatte die FIA mit der Abschaffung der Amtszeitbegrenzung für Furore gesorgt. Die Kritik an Ben Sulayem könne Ecclestone nicht verstehen. Für ihn sei der FIA-Boss nicht kriminell. „Er nimmt kein Geld für sich selbst, er ist finanziell nicht aus eigenem Interesse dabei, sondern um das Beste für den Sport zu tun, für den er verantwortlich ist“, so der Brite. Der Araber habe noch nichts falsch gemacht.
Für die Zukunft hoffe er, dass Ben Sulayem vor allem eine Änderung in die Wege leitet. Ecclestone wolle „Drei-Liter-Motoren“ zurück, ihm sei aber egal, ob es am Ende V8‑, V10‑ oder ein V12 wäre. Damit unterstützt er die Pläne des FIA-Bosses, der zum V8-Motor zurückkehren wird.
Der Brite glaube, dass alle mit einer solchen Änderung zufrieden seien. Eine solche Änderung ist allerdings erst für das Jahr 2030 oder 2031 denkbar.




































