Bei der Pressekonferenz am Media Day in Silverstone waren in diesem Jahr zahlreiche Lokalmatadoren vertreten.
Dieses Wochenende könnte vor allem für die Verfolger von Mercedes wichtig werden. Wer ist denn nun der große Jäger?
Lando Norris hat es im McLaren derzeit nicht leicht. © Moy / XPB ImagesNorris zwischen Gegenwart und Zukunft
Lando Norris wird in diesem Jahr zum ersten Mal als Formel-1-Weltmeister bei seinem Heimrennen an den Start gehen.
Der Brite machte klar wie sehr er sich auf das Rennen freue und dass er durch den Titel im vergangenen Jahr deutlich entspannter an die Sache heranginge. Denn sportlich könnte es für McLaren erneut ein schwieriges Wochenende werden, doch für die Zukunft verspricht sich Norris einiges.
„Was das Auto selbst angeht, bin ich optimistisch – ich kenne das Team, das hinter mir steht, und ich weiß, wozu McLaren fähig ist. Wir haben für die Zukunft einige Dinge in petto, die unser Selbstvertrauen in Bezug auf Podiumsplätze und Siege sicherlich stärken werden, und sie werden uns im weiteren Verlauf der Saison zugutekommen. Wir sehen unsere aktuelle Lage realistisch, blicken aber optimistisch in die Zukunft.“
Während Ferrari und Red Bull in den vergangenen Wochen vereinzelt mit Mercedes mithalten konnten, befindet sich der Weltmeister-Rennstall zurzeit so ein wenig im Niemandsland. Auch in Silverstone wird es wohl Glück haben, um ums Podium zu kämpfen.
Kann Lewis Hamilton Weltmeister werden? © Moy / XPB ImagesKein Hamilton-Sieg trotz Titelträumen?
Ein Mann, der in Silverstone oft genug auf dem Podium stand, ist Rekordsieger Lewis Hamilton. Der Brite glaubt aber noch nicht so ganz daran, dass eine seiner Paradestrecken dem Auto so ganz liegen würde.
Trotzdem sei das Rennwochenende für ihn natürlich etwas ganz Besonderes. Und Hamilton hat noch nicht aufgegeben, obwohl die Konkurrenz groß ist. Angesprochen auf seine Titelchancen wirkte der Brite alles andere als zurückhaltend, obwohl er vor allem sein altes Team Mercedes vorne sieht.
„Was sie in diesem Jahr geleistet haben, ist beeindruckend – es wird für jeden schwer werden, zu ihnen aufzuschließen. Red Bull hat einen Schritt nach vorne gemacht, daher wird Max zweifellos eine Rolle spielen, und er hat das Zeug dazu, mit Mercedes mitzuhalten. Als Team müssen wir weiter daran glauben, weiterarbeiten und an jedem Wochenende das Maximum herausholen. Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“
Hamilton darf man auch an diesem Wochenende keinesfalls unterschätzen. Auch in einem eher durchwachsenen Mercedes der letzten Jahre konnte der Brite das ein oder andere Ausrufezeichen setzen.
Arvid Lindblad hat einen großen Traum. © Moy / XPB ImagesLindblad träumt von der WM – Bortoleto von Punkten
Zwei Teams, die am Wochenende wohl kaum um den Sieg fahren werden, sind die Racing Bulls und Audi. Allerdings konnte vor allem das Schwesternteam von Red Bull in den letzten Wochen konstant in die Punkte fahren.
Rookie Arvid Lindblad brachte seine Freude über sein erstes Formel-1-Rennen auf seiner Heimstrecke natürlich auch zum Ausdruck.
2013, mit fünf Jahren, habe er seinen Papa bei einem Besuch gefragt, ob der es in die Königsklasse des Motorsports schaffen kann. Nun gehört er zum Feld. Langfristig will Lindblad allerdings nicht nur um Punkte mitfahren.
„Ich habe schon immer davon geträumt, in diesem Sport viel zu erreichen, also werden wir sehen, was passiert. Es ist mein Debütjahr, daher muss ich noch viel lernen, aber ein Weltmeistertitel gehört auf jeden Fall zu meinen Träumen.“
Anders als Lindblad denkt Gabriel Bortoleto nun vor allem daran, dass sein Team endlich mal den Fluch besiegt und nach bislang zwei mickrigen Punkten endlich wieder in die Top 10 vorstößt.
„Drei P11-Platzierungen in Folge – die Punkte sind zum Greifen nah, und ich möchte für das Team punkten, das ist so wichtig. Aber wir haben uns seit Saisonbeginn weiterentwickelt, wir haben viel weniger Probleme.“
Der Brasilianer sei aber zufrieden, wie das neue Update funktioniert hätte. Das könnte das Team in den kommenden Rennen in eine bessere Position bringen. Silverstone lädt zum Träumen ein – die einen denken an Punkte, andere an Siege und irgendwo hat jeder das Ziel, irgendwann Weltmeister zu werden.




































