Das neue Formel-1-Reglement hat in den letzten Wochen und Monaten viel Kritik auf sich gezogen. Vor allem das Batteriemanagement kommt bei vielen Fans, Experten und Fahrern nicht gut an.
Doch, mittlerweile konzentrieren sich auch viele Fahrer auf den sportlichen Erfolg und reden nicht mehr viel über die Auswirkungen der neuen Formel 1.
Gabriel Bortoleto kann mit der anhaltenden Kritik nicht ganz so viel anfangen. © Bearne / XPBBortoleto findet Kritik übertrieben
Auch Gabriel Bortoleto gehört eher zu den ruhigeren Fahrern der letzten Wochen. Der Brasilianer machte in einer Medienrunde nach dem Rennen in Silverstone klar, dass er die Kritik generell für überzogen hält.
„Ich glaube nicht, dass der Sport seinen Zauber verloren hat – wir fahren immer noch verdammt schnell durch Copse, mit 280 km/h, und ich muss immer noch vom Gas gehen, um diese Kurve zu nehmen. Es ist nicht einfach, mit Vollgas zu fahren, und man nutzt den Grip, den wir haben, nicht aus. Letztes Jahr war das Konzept ein anderes, aber ich denke, wir sollten ein neues Kapitel aufschlagen.“
Bortoleto gehörte zu den Fahrern, die vor allem von den Problemen bei Piastri, Verstappen und Antonelli profitierten.
Der Audi-Star sammelte für sein Team vier WM-Punkte und damit doppelt so viele wie der gesamte Rennstall in der Saison zuvor. Teamkollege Nico Hülkenberg plagten wieder technische Probleme. Der Deutsche musste sein Rennen aufgeben und hat bisher nur Nullnummern im Gepäck.
Mohammed Ben Sulayem hat schon Pläne für das neue Reglement. © Moy / XPB ImagesRuhe bis zum neuen Reglement?
Bortoleto machte klar, dass Leute, die sich jetzt darüber beschweren, eh nicht viel machen könnten und weiterleben sollten. Denn, so der Brasilianer, „das sind die Vorschriften, die bis 2030 gelten“.
„Im Jahr 2030, wenn wir zu den neuen Vorschriften übergehen, werden wir erneut darüber sprechen, aber wir können nicht drei Jahre lang jedes Mal über dieselben Leute diskutieren. Denn so ist es nun einmal, die Autos machen immer noch Spaß, es ist anders, und wir müssen uns darauf einstellen – so ist das Leben.“
Über das neue Reglement, das 2030 oder 2031 an den Start gehen soll, wird derzeit schon heiß diskutiert. Zuletzt brachte vor allem Mohammed Ben Sulayem seine Ideen auf den Tisch.
Inwieweit diese umsetzbar sind, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier. Was wohl klar ist: Die Formel 1 wird eine Rolle rückwärts machen. Bereits für die kommenden Jahre werden kleine Änderungen eingeführt. Und wenn einer damit leben kann, dann ist das Gabriel Bortoleto.




































