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„Diese Frage sollte man nicht mehr stellen“: Verstappen glaubt nicht an Titelchancen

Nach dem zweiten Platz in Österreich sahen viele Max Verstappen bei einem ähnlichen Comeback-Kampf wie im letzten Jahr. Seine eigene Einschätzung sieht jedoch ernüchternd aus.

© IMAGO / ZUMA Press Wire

Der zweite Platz in Österreich entfachte bei einigen Formel 1 Fans schon Hoffnung auf ein ähnliches WM-Comeback von Max Verstappen wie in 2025. Nach dem ernüchternden Wochenende in Silverstone hat sich das Blatt wieder gewendet. Verstappen ist deutlich frustriert über die aktuelle Leistung des Teams.

Der Red Bull Ring war schon immer eine starke Strecke des Niederländers, die glücklicherweise auch mit den neuen Upgrades dem RB22 gut von der Hand lief. Am Ende landete Verstappen auf Platz 2. In der Pressekonferenz nach dem Rennen in Österreich fragte man ihn, ob er an einen WM-Kampf für seinen fünften Titel glaubte. In Silverstone lieferte er eine nüchterne Antwort:

Diese Frage sollte man mir nicht mehr stellen.

Der Red Bull-Pilot nahm den Leuten schnell den Wind aus den Segeln und behauptete, dass man für Silverstone nicht die selben Erwartungen haben könne wie in Österreich. In Silverstone ist das Energiemanagement von höherer Bedeutung und das ist etwas, das weder dem Auto, noch dem Power Unit aktuell gut gelingt. „Auf solchen Strecken sind wir nicht besonders gut, wenn es so läuft,“ meinte der 28-Jährige.

Verstappens RB22 wird auf einem Truck zurückgebrachtVerstappens RB22 ließ ihn in Silverstone im Stich | © Moy / XPB Images

Ähnliche Probleme für Spa und Monza

Die Rennstrecken in Belgien und Italien sind vom Energiemanagement ähnlich wie in Silverstone. Das bedeutet, dass ähnliche Probleme auf das österreichische Team zukommen werden. „In Spa wird es im Grunde genauso sein, und in Monza ebenfalls. Das ist schade, weil Spa natürlich eine meiner Lieblingsstrecken ist. Aber es wird sich dieses Jahr ganz anders anfühlen,“ behauptet der vierfache Weltmeister.

In Silverstone gab es wieder viel vom sogenannten „Yo-Yo Racing“ zu sehen. Verstappens Meinung dazu ist klar. „Man weiß einfach, dass die Formel 1 im Moment so ist. Da kann man nicht viel machen. Ich freue mich hauptsächlich darauf, wieder nach Hause zu kommen“, so der Niederländer.

Auf die Frage, ob er sich schon sehr auf die Sommerpause freue, lachte Verstappen nur: „Ja, aber die Sommerpause ist nicht lang genug!“

Comeback wie im letzten Jahr für Verstappen unmöglich?

In 2025 verpasste Verstappen seinen fünften WM-Titel nur um zwei Punkte. Nach der Sommerpause kämpfte er sich wie ein Löwe zurück. Hält er ein gleiches Comeback für diese Saison machbar?

Nüchtern betrachtet sieht der Niederländer da wenig Chancen. Dem Red Bull mangelt es dieses Jahr einfach an Performance.

Man muss ja auch mit der Budgetobergrenze haushalten. Deswegen kann man nicht ständig massenhaft Upgrades für das Auto bringen. Wir werden die Dinge weiter von Rennen zu Rennen bewerten, aber noch einmal: Auf Strecken, auf denen man beim Energiemanagement stark limitiert ist, scheinen wir größere Probleme zu haben.

Aktuell eher Pechvogel als Löwe

In Verstappens Logo findet man einen Löwe. Doch aktuell scheint er eher ein Pechvogel anstatt ein Löwe zu sein. Das Aus in Silverstone war nicht der erste Crash der Saison. Im Qualifying in Österreich scheiterte es am selben Problem wie in Silverstone: Der Heckflügel schloss nicht richtig. In Australien crashte er ebenfalls und in Monaco musste er trotz zweiten Startplatz wegen eines Defekts am Power Unit frühzeitig aufgeben. Auch beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring hatte er kein Glück.

„Es ist fast so, als wäre mir eine schwarze Katze über den Weg gelaufen. Also ja, ich weiß nicht, woran es liegt. Aber ich bin nicht besonders abergläubisch, also wird es irgendwann schon wieder besser werden“, hofft der Niederländer.

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Laura Schanz
Laura Schanz ist seit Juni Teil des CHAMP1.NEWS-Teams. Ursprünglich kommt sie aus dem Bildungswesen, doch ihre Begeisterung für die Formel 1 entwickelte sich schnell von einem Hobby zu einer echten Leidenschaft. Heute verfolgt sie zwei klare Missionen: Zum einen möchte sie alle Strecken des aktuellen Formel-1-Kalenders persönlich besuchen — sechs davon konnte sie bereits abhaken. Zum anderen will sie mit dem hartnäckigen Vorurteil aufräumen, dass Frauen in der Formel 1 keinen Platz hätten. Für Laura ist die Königsklasse weit mehr als schnelle Autos, laute Motoren und der Geruch von verbranntem Gummi. Mit analytischem Blick begleitet sie Rennwochenenden, ordnet aktuelle F1-News und Entwicklungen ein und schreibt klare, verständliche Artikel rund um das Geschehen auf und neben der Strecke. Darüber hinaus ist sie als Social-Media-Host für CHAMP1 aktiv und gehört bei den Live-Sendungen an den Rennwochenenden neben Chantal und David zum On-Air-Team. Ihr Anspruch: die Formel 1 greifbarer, verständlicher und zugänglicher zu machen — für eingefleischte Fans genauso wie für alle, die gerade erst in diesen Sport eintauchen.
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