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„Scheiß auf dieses Auto“: Verstappen macht Ärger nach Silverstone DNF Luft

Max Verstappen fluchte lautstark über sein Auto nach seinem Ende im Kiesbett in Silverstone. Das Auto machte ihm das ganze Wochenende schon Probleme.

© IMAGO / ANP / XPB Images

Max Verstappen landete in Silverstone mal wieder im Kiesbett. Und mal wieder lag es am selben Fehler, der auch in Österreich dafür sorgte, dass er einen Ausflug ins Kies machte. Der Heckflügel schloss nicht richtig.

Schon das ganze Wochenende beschwerte sich Verstappen über sein Auto. In der Pressekonferenz in Österreich kündigte er bereits an, für Silverstone schwarz zu sehen. Doch dass es so kommen würde, hätte der vierfache Weltmeister bestimmt auch nicht auf dem Schirm.

Ähnlich wie Ferrari, brachte auch Red Bull in einem Upgrade den „Macarena“-Flügel. Leider brachte dieser in Österreich auch schon einige Probleme mit sich. Im vorherigen Rennwochenende schloss der Flügel im Qualifying nicht vollständig und so flog Verstappen ab und landete in der Bande. Im Rennen in Silverstone passierte das gleiche.

Schon Probleme im Sprint

Bereits während des Sprintrennens beschwerte sich Verstappen, dass der Motor sich nicht wie sonst verhalten würde. Er beendete den Sprint auf Platz 7, acht Zehntel hinter Sprint-Sieger Antonelli. „Unglaublich. Was ein Desaster“, kommentierte der Niederländer über Funk die Leistung des Autos.

Für ihn war klar: Es wäre ihm lieber, aus der Boxengasse das Rennen zu starten und Änderungen am Auto vorzunehmen, als in diesem Auto so wie es sei, das Rennen anzutreten.

Mir wäre es lieber alles zu ändern, denn wenn wir nichts tun, kämpfen wir weiterhin nur um Platz 7. Oder wir verlieren sogar noch eine Position.

Red Bull hingegen entschied sich dazu, nichts zu tun und ignorierte das Feedback ihres Fahrers. Eine Entscheidung, die Verstappen absolut nicht nachvollziehen konnte.

Ein frustrierter Verstappen nach dem Sprint | © Batchelor / XPB Images

Zunächst wirkte Verstappen gar nicht schlecht, doch dann…

Zu Beginn des Rennens wirkte Red Bulls Entscheidung nichts am Auto zu verändern für die richtige, denn Verstappen konnte Teamkollege Hadjar schnell jagen und überholen. Doch viel weiter kam er nicht.

„Es ist jetzt schon für ein paar Runden so, ich hab zwar nichts gesagt, aber das Herunterschalten ist scheiße“, fluchte er über das Radio.

Obwohl es zunächst so aussah, als wäre der Niederländer auf Podiumskurs, kam Hamilton in seinem Ferrari immer näher. Nachdem er gegen George Russell und Hamilton gekämpft hatte, war er auf dem fünften Platz. Doch in Runde 48 von insgesamt 52, verlor er dann in RB22. In Stowe brach das Heck aus, das Auto rutschte ins Kiesbett und steckte fest. Verstappen hielt sich nicht zurück und wütete über Funk:

Ich stecke fest, Mann. Scheiß auf dieses Auto, verdammte Scheiße!

Schon beinahe ratlos blicken Mechaniker auf Verstappens RB22 | © Moy / XPB Images

Verstappen darf unglücklich sein, sagt Mekies

Red Bull Teamchef Laurent Mekies steht nun vor der Frage, wie das Team in der Entwicklung weiter vorgeht. Es sei möglich, dass sie zurück zum traditionellen Heckflügel gehen werden, meinte Mekies. Keine Option bliebe unversucht.

Er hat allen Grund, unzufrieden zu sein. Es ist sehr ungewöhnlich. Es ist äußerst ärgerlich für die Fahrer, in zwei aufeinanderfolgenden Rennen in schnellen Kurven vom Auto im Stich gelassen zu werden, selbst wenn es aus zwei verschiedenen Gründen geschieht.

Laurent Mekies im Gespräch mit Verstappen | © Moy / XPB Images

Außerdem fügt Mekies hinzu: „Und auch in einem viel langsameren Maßstab ist es für uns als Team extrem ärgerlich, unsere Fahrer ins Kiesbett zu schicken. Daher hat er allen Grund, unzufrieden zu sein. Ich bin überzeugt, dass wir als Team die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, damit so etwas nicht wieder vorkommt, auch wenn uns das heute nicht gelungen ist, und wir nehmen das sehr ernst.“

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Laura Schanz
Laura Schanz ist seit Juni Teil des CHAMP1.NEWS-Teams. Ursprünglich kommt sie aus dem Bildungswesen, doch ihre Begeisterung für die Formel 1 entwickelte sich schnell von einem Hobby zu einer echten Leidenschaft. Heute verfolgt sie zwei klare Missionen: Zum einen möchte sie alle Strecken des aktuellen Formel-1-Kalenders persönlich besuchen — sechs davon konnte sie bereits abhaken. Zum anderen will sie mit dem hartnäckigen Vorurteil aufräumen, dass Frauen in der Formel 1 keinen Platz hätten. Für Laura ist die Königsklasse weit mehr als schnelle Autos, laute Motoren und der Geruch von verbranntem Gummi. Mit analytischem Blick begleitet sie Rennwochenenden, ordnet aktuelle F1-News und Entwicklungen ein und schreibt klare, verständliche Artikel rund um das Geschehen auf und neben der Strecke. Darüber hinaus ist sie als Social-Media-Host für CHAMP1 aktiv und gehört bei den Live-Sendungen an den Rennwochenenden neben Chantal und David zum On-Air-Team. Ihr Anspruch: die Formel 1 greifbarer, verständlicher und zugänglicher zu machen — für eingefleischte Fans genauso wie für alle, die gerade erst in diesen Sport eintauchen.
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