Für Williams war der Silverstone Grand Prix mal wieder eine mittelschwere Katastrophe. Alex Albon musste sein Rennen aufgeben, während Sainz anfangs um die Punkte kämpfte, am Ende allerdings keine Pace hatte.
Doch nach dem Rennen folgte der nächste Schock für den Spanier. Er bekam eine Strafe, die ihresgleichen sucht.
Die Boxengasse wurde Sainz zum Verhängnis. © Batchelor / XPB ImagesSainz bekommt Strafrunde aufgebrummt
Denn Sainz bekam nach dem Rennen keine Fünf-Sekunden-Strafe oder eine Zehn-Sekunden-Strafe, sondern eine ganze Strafrunde aufgebrummt. Grund dafür war ein Vergehen während des Safety Cars, wie die FIA in einem offiziellen Dokument verkündete.
„Obwohl Wagen 55 beim Einfahren in die Boxengasse an der Safety-Car-Linie 1 eine Runde Rückstand hatte, hatte er sich aufgrund der besonderen Strecken- und Boxengassenkonfiguration in Silverstone vorübergehend wieder aufgeholt, als er am Ende der Runde die Linie überquerte, in der er nach dem Einsatz des Safety Cars zum zweiten Mal die Safety-Car-Linie 1 überquerte.“
Nach seinem Boxenstopp wäre der Spanier allerdings wieder ein überrundetes Auto gewesen. In der Nachricht der Rennkommissare, in der verkündet wurde, welche Autos das Safety-Car überholen durften, wurde Sainz nicht aufgeführt, um sich zurückzurunden, machte es aber trotzdem.
Da er das nicht durfte und eigentlich am Ende mindestens eine Runde Rückstand gehabt hätte haben müssen, wurde die Strafrunde als „die angemessenste Strafe“ bezeichnet.
Letzter wurde Sainz dadurch allerdings trotzdem nichts. Mehrere Stars wie Max Verstappen oder Nico Hülkenberg mussten das Rennen früher aufgeben und beide Aston Martins waren noch weiter zurück.
Verlässt Carlos Sainz Williams? © Batchelor / XPB ImagesVerzweiflung bei Williams
Am Ende war die Sainz-Strafe natürlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Denn insgesamt war die Performance des Teams am Ende wieder mehr als enttäuschend.
Sainz machte in einer Medienrunde nach dem Rennen klar, dass man mal wieder einen guten Start gehabt hätte. Doch am Ende „fehlt das Tempo, um diese Positionen zu halten.“
„Natürlich bin ich hier, um Leistung zu bringen, und ich weiß, dass ich dieses Jahr auf sehr hohem Niveau bin – im Qualifying und bei den Rennstarts. Bei allem, was in meiner Hand liegt, mache ich meiner Meinung nach einen ziemlich guten Job, aber es stimmt, dass es auf lange Sicht langsam etwas frustrierend wird. Wir liegen zwei Sekunden hinter den Spitzenreitern, die in einer ganz anderen Liga spielen.“
Nun müsse man sich viele Fragen stellen, wie man das Auto weiterentwickeln wollte, doch zurzeit habe er das Gefühl, „als würden wir keine Leistungssteigerung erzielen“.
Zuletzt gab es bereits Gerüchte um einen möglichen Abgang von Carlos Sainz. McLaren und vor allem Audi scheinen zwei Zukunftsoptionen zu sein. Bleibt das Auto weiterhin in einem so enttäuschenden Zustand, riskiert man, den Spanier zu vertreiben.




































