Christian Horner und Max Verstappen sorgten dafür, dass Red Bull nach der Vettel-Ära wieder an die Spitze der Formel 1 kam.
Doch auch zu diesen Zeiten hatte der österreichische Rennstall ein großes Problem. Denn besonders die zweiten Fahrer des Teams hatten immer wieder zu kämpfen und konnten nur selten mit dem Niederländer mithalten.
Sergio Perez war bei Red Bull die klare Nummer Zwei. © Coates / XPB ImagesHorner dementiert Perez-Aussagen
Zuletzt ließ Sergio Perez mit Aussagen aufhorchen, nach denen Horner dem Mexikaner gesagt habe, dass man am liebsten nur Max Verstappen im Team habe, wenn man nicht zwei Fahrer im Team haben müsse. Im Podcast High Performance dementierte der Ex-Red-Bull-Teamchef diese Unterstellungen nun.
Das stimmt so nicht ganz. Ich meine, ich habe zu ihm gesagt: „Hör mal, er war – es war ganz klar. Ich meine, Sergio hatte keinen Vertrag. Nun, er führte Gespräche mit Sauber für das folgende Jahr. Und ich sagte zu ihm: ‚Hör mal, du musst einsehen, dass dieses Team darauf ausgerichtet ist, mit Max als Spitzenfahrer die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Solange du das von Anfang an akzeptierst – dass du, wenn du in der Lage bist, ein Rennen zu gewinnen, auf der Strecke tun kannst, was du willst – ist das in Ordnung.
Doch wenn er das nicht könne, dann müsse er seinen Teamkollegen unterstützen, um Mercedes schlagen zu können. Perez habe trotz der Anforderungen an ihn unterschreiben wollen. Der Mexikaner war vor allem im Jahr 2021 ein treuer Helfer für Verstappen und sorgte mit dafür, dass der Niederländer Lewis Hamilton schlagen konnte.
Doch spätestens ab dann war klar, dass Max Verstappen die ganz klare Nummer Eins im Team war.
Jos Verstappen kämpfte schon immer für die Vormachtsstellung seines Sohnes. © Bearne / XPB ImagesVerstappen-Management mit Ansage
Natürlich wurden auch die Erwartungen im Lager des Niederländers an das Team größer. Das brachte Horner 2022 in eine Zwickmühle.
Im Jahr 2021 hat Alex Albon hinter den Kulissen bei der Entwicklung des 2022er-Autos verdammt gute Arbeit geleistet, weil der Fokus so sehr auf dem 2021er-Auto lag, das bis zum letzten Moment weiterentwickelt wurde. Und Alex hatte dieses Auto entwickelt, und es war sehr stark auf seinen Fahrstil zugeschnitten – eine viel klassischere Fahrweise, die wahrscheinlich eher der von Sergio oder Daniel ähnelte. Als wir also in die Saison 2022 starteten wenn du dich erinnerst, hasste Max das Auto, es hatte zu viel Untersteuern – und plötzlich gewannen sie jeweils ein Rennen und lagen zu Beginn dieses Jahres viel näher beieinander.
Das Verstappen-Lager hätte daraufhin bei einem Treffen klargemacht, dass das Auto auf den amtierenden Weltmeister zugeschnitten werden müsste. Horner nahm die Ansage ernst, da Verstappen der Fahrer war, „mit dem man am ehesten gewinnen kann“.
Der Brite machte deutlich, dass es noch heute eine Diskrepanz zwischen dem, „was Max aus dem Auto herausholen kann, und Isack, der dieses Jahr hervorragende Arbeit geleistet hat“, gebe. Also sei es kein Wunder gewesen, dass man auch damals voll auf den Niederländer gesetzt hätte.
Verstappen gewann in der Folge noch dreimal die Weltmeisterschaft, danach fing es an, im Team zu kriseln. Lichtgestalten wie Horner oder Helmut Marko sind nicht mehr zu sehen, allerdings bastelt der neue Teamchef Laurent Mekies derzeit an einer neuen Erfolgsgeschichte.































