Eigentlich kann man bei Mercedes in dieser Saison mehr als zufrieden sein. Das Team ist das stärkste im Feld und auch in den kommenden Wochen und Monaten wird es schwierig bleiben, die Silberpfeile aufzuhalten.
Doch vor allem die technischen Probleme machen dem Rennstall derzeit zu schaffen und sorgen für die ein oder andere böse Miene beim Rennstall.
Toto Wolff glaubt an sein Team. © Rew / XPB ImagesWolff glaubt an den Leistungsgedanken
Muss Mercedes nun etwas verändern, beziehungsweise mehr zurückstecken, damit sich die Zuverlässigkeit der Boliden verbessert? Gegenüber motorsport.com reagierte Teamchef Toto Wolff deutlich auf diese Annahme.
„Ich denke, wir sind nun einmal ein leistungsorientiertes Unternehmen. Was das Chassis und den Motor angeht, wollen wir alles herausholen, was möglich ist. Ich würde lieber etwas, das wirklich gut ist, ein wenig zurücknehmen und einige der Zuverlässigkeitsprobleme beheben, als der Leistung hinterherzulaufen.“
Damit verteidigt der Österreicher primär die Mitarbeiter des Rennstalls und stellt ihnen ein gutes Zeugnis aus. Trotzdem wolle man bei Mercedes an der Zuverlässigkeit der eigenen Boliden arbeiten.
Trotz der Probleme kann Mercedes hinter Ferrari die meisten Kilometer auf der Strecke in dieser Saison vorweisen. Doch die beiden Nullnummern von Kimi Antonelli tun weh, da der Italiener damit wichtige Punkte im WM‑Kampf einbüßen musste und ansonsten einen relativ entspannten Sommer hätte.
Auch Wolff machte klar, dass man bislang sieben der neun Rennen gewonnen habe, obwohl man am Ende gerne bei jedem Grand Prix siegreich sein wollte.
Ärgert Lewis Hamilton seinen Ex-Teamchef weiter? © IMAGO / PsnewZFerrari als größter WM-Konkurrent von Mercedes?
Doch vor allem die Ferraris machen den Silberpfeilen in den vergangenen Rennen zu schaffen. Wolff machte bereits in einer Medienrunde nach dem Großen Preis von Silverstone klar, dass mit der Scuderia nun immer zu rechnen sei.
„Vor dem Wochenende sagten sie, dass es ihnen auf dieser Strecke an Energie mangeln würde. Das war aber nicht der Fall. Sie waren ein starker Konkurrent, und damit ist nun für den Rest der Saison zu rechnen.“
Doch gleichzeitig sagte der Österreicher, dass man auf sich selbst schauen müsse. Und dann muss Mercedes nun auch. Denn noch sieht der Vorsprung auf Ferrari komfortabel aus, doch, wenn auch in den letzten zwei Rennen vor der Sommerpause etwas schiefgeht, könnte sich das Blatt langsam wenden.
Die Silberpfeile haben es nun selbst in der Hand, ob sie entspannt in die Sommerpause gehen oder ob der WM-Kampf bald erst so richtig entbrennt. Doch vor allem George Russell macht sich Sorgen um das Wetter.




































